Wie weit darf Fernsehen gehen, wenn aus der Jagd nach Kriminellen plötzlich Unterhaltung für ein Millionenpublikum wird? Genau diese Frage stellt "Primetime" – ein düsteres Drama, das von wahren Ereignissen inspiriert ist und Robert Pattinson in einer seiner bislang abgründigsten Rollen zeigt. Am 24. September 2026 startet der von A24 produzierte Film in den heimischen Kinos.
Der "The Batman"-Star schlüpft in die Rolle des US-Investigativjournalisten Chris Hansen, der Mitte der 2000er-Jahre mit dem Reality-Format "To Catch a Predator" Fernsehgeschichte schrieb. Das Konzept war ebenso simpel wie explosiv: Mit Lockvögeln wurden Männer zu vermeintlichen Treffen mit Minderjährigen gelockt. Dort warteten allerdings keine Jugendlichen auf sie – sondern Hansen, Kameras und schließlich die Polizei.
Was zunächst als journalistischer Kampf gegen Sexualstraftäter beginnt, entwickelt sich in "Primetime" zunehmend zu einer mächtigen TV-Maschinerie. Die Aufmerksamkeit wächst, die Quoten steigen – und damit auch der Druck, immer spektakulärere Fälle zu liefern.
Gemeinsam mit seiner Producerin Andie (Merritt Wever) und dem jungen Schauspieler Dan (Skyler Gisondo) treibt Hansen das Format immer weiter. Doch irgendwann scheint es nicht mehr nur darum zu gehen, Täter zu überführen. Hansen will den ganz großen Fang. Sein Ziel: ein prominenter Verdächtiger, der intern als ultimativer "Wal" gilt.
Die Jagd führt das Team schließlich nach Texas – und nimmt dort eine dramatische Wendung. Gleichzeitig wird Hansens eigene Wahrnehmung immer düsterer: Er wird von verstörenden Visionen verfolgt, während die Grenzen zwischen Gerechtigkeit, persönlichem Ehrgeiz und medialer Inszenierung zunehmend verschwimmen.
"Primetime" greift die Geschichte rund um das reale US-Format "To Catch a Predator" auf, das insbesondere Mitte der 2000er-Jahre enorme Aufmerksamkeit erregte und zugleich heftige Diskussionen auslöste. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder eine Frage: Wo endet Journalismus – und wo beginnt die öffentliche Inszenierung eines Menschen für die Quote? Genau diesen Konflikt macht Regisseur Lance Oppenheim zum Zentrum seines Films.
Neben Robert Pattinson sind unter anderem Anna Faris, Merritt Wever, Skyler Gisondo und Bokeem Woodbine zu sehen. Das Drehbuch stammt von Ajon Singh, produziert wurde der Film von A24.
Das Gewinnspiel ist aktiv bis 30. September 2026, 08:00 Uhr. Die Gewinner*innen werden per E-Mail oder telefonisch verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.