Rapid bleibt in der Bundesliga weiter das Maß aller Dinge! Die Hütteldorfer fertigten Aufsteiger Austria Lustenau am Samstagabend im Allianz Stadion mit 5:1 ab, feierten damit bereits den sechsten Sieg in Serie. Nur beim ausgelassenen Torjubel ging es für die grün-weißen Stars einmal unfreiwillig zu Boden.
Die Mannschaft von Trainer Johannes Hoff Thorup ließ vor 21.400 Fans von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Ercan Kara (6.) und Nenad Cvetkovic (8.) sorgten mit einem frühen Doppelschlag für klare Verhältnisse. Yusuf Demir erhöhte noch vor der Pause per Elfmeter auf 3:0 (37.).
Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Wiener alles im Griff. Zwar gelang Haris Ismailcebioglu (60.) der Ehrentreffer für die Vorarlberger, doch Demir mit seinem zweiten Tor per Kopf (66.) und Joker Marco Tilio machten den Kantersieg perfekt.
Mit dem neunten Sieg im zehnten Saisonspiel baute Rapid den Vorsprung auf Verfolger Salzburg vorübergehend auf sechs Punkte aus. Die Grün-Weißen tankten damit ordentlich Selbstvertrauen für die bevorstehende Derby-Woche mit dem Cup-Duell bei der Vienna am Dienstag und dem großen Wiener Derby gegen die kriselnde Austria am Sonntag.
Nur beim Torjubel muss Grün-Weiß noch ein bisschen üben. Denn nach Demirs zweitem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 kam es zu einer kuriosen Szene. Jannes Horn hatte Demir ideal mit einer Maßflanke bedient, der Spielmacher frei stehend per Kopf eingenickt. Danach feierten die beiden grün-weißen Stars zusammen. Demir lief zu seinem Mitspieler, wollte auf den Rücken des Deutschen springen. Doch der schien nicht ganz standhaft zu sein, konnte das Gewicht des Offensivspielers nicht tragen. Daraufhin flogen beide Rapidler zu Boden – eine Bruchlandung, die es nur beim Torjubel gab.
"Ausbaufähig", musste Demir beim Anblick der Jubel-Bilder selbst bei "Sky" schmunzelnd zugeben. Dieser Torjubel ist komplett in die Hose gegangen. "Ich glaube, ich bin ein bisschen zu hoch gesprungen. Aber es war ein Tor, wir freuen uns. Auch wenn der Torjubel nicht geklappt hat", schmunzelte Demir.