Jetzt ist es so weit! Austria Wien zieht nach dem katastrophalen Saisonstart die Reißleine. Die Wiener haben sich von Trainer Stephan Helm getrennt. Die bittere 1:2-Niederlage am Freitagabend bei Altach war offenbar eine Pleite zu viel.
Die Bilanz ist verheerend: Nur sieben Punkte aus den ersten zehn Bundesliga-Spielen, dazu sieben Niederlagen. Damit legte die Austria den schlechtesten Saisonstart seit Einführung der Drei-Punkte-Regel im Jahr 1995 hin. Zuletzt setzte es drei Pleiten in Folge.
Besonders bitter verlief das Gastspiel in Altach. Die Wiener führten durch Johannes Eggestein zur Pause mit 1:0, ehe Patrick Greil (70.) und Yann Massombo (80.) die Partie drehten. Nach dem Schlusspfiff kehrten die mitgereisten Austria-Fans ihrer Mannschaft demonstrativ den Rücken. Eine Woche zuvor hatte Violett bereits in Ried mit 2:3 verloren, dabei eine Führung verspielt.
Mit Helm muss auch Assistenztrainer Christian Wegleitner gehen. Dafür übernimmt bis zum Jahresende der bisherige Young-Violets-Coach Maximilian Uhlig. "Ich möchte mich im Namen des gesamten Klubs bei Stephan und Wegi für ihre Arbeit für Austria Wien bedanken. Für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir alles Gute", hieß es in einer eher unterkühlt wirkenden Stellungnahme von Austrias Sport-Vorstand Tomas Zorn. Die offizielle Vorstellung des 33-jährigen Uhligs erfolgt am Montag.
Viel Zeit bleibt dem jungen Coach nun nicht, um das Ruder noch herumzureißen. Schon am Dienstag wartet im Cup-Achtelfinale das Heimspiel gegen Hartberg. Am Sonntag folgt dann der große Schlager: das Wiener Derby gegen Tabellenführer Rapid. Ausgerechnet vor diesen beiden wichtigen Spielen kommt es also zum Trainerwechsel.
Helm hatte die Austria im Juli 2024 übernommen und den Klub zweimal in den Europacup geführt. In beiden Fällen war in der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League Endstation. Nach insgesamt 94 Pflichtspielen und einem Punkteschnitt von 1,63 ist seine Zeit bei den Veilchen laut dem Bericht nun vorbei. Eine offizielle Bestätigung des Vereins wird in der vorliegenden Meldung nicht genannt.