Mit den ersten warmen Tagen tauchen sie wieder vermehrt auf: kleine, längliche Tierchen in Schwarz und Orange. Was harmlos aussieht, sorgt bei vielen für Überraschung – denn die winzigen Krabbler können tatsächlich beißen. Besonders im Frühjahr und zu Sommerbeginn werden sie vielerorts zur kleinen Plage.
Wer Bekanntschaft mit ihnen macht, beschreibt den Biss oft ähnlich: ein kurzer, spitzer Schmerz, der sich wie ein Nadelstich anfühlt.
Was viele nicht wissen: Bei den kleinen "Beißern" handelt es sich nicht um unbekannte Schädlinge, sondern um die Larven von Marienkäfern. Ausgerechnet jene Tiere also, die später als Glücksbringer gelten und in Gärten gern gesehen sind.
Entwarnung gibt es trotzdem: Gefährlich ist der Biss für Menschen in der Regel nicht. Sowohl die Larven als auch ausgewachsene Marienkäfer zwicken meist nur oberflächlich – vor allem dann, wenn sie sich bedroht fühlen oder auf der Haut landen.
Deutlich lieber als Menschen haben sie allerdings Blattläuse auf dem Speiseplan. Genau deshalb gelten Marienkäfer als wichtige Nützlinge im Garten und helfen dabei, Pflanzen gesund zu halten.
Sobald die Temperaturen im Frühling steigen, verlassen Marienkäfer ihre Winterquartiere und beginnen mit der Paarung. Danach legen die Weibchen – je nach Art – hunderte bis sogar tausende Eier ab, oft versteckt an Blattunterseiten oder in Baumrinden.
Aus den Eiern schlüpfen zunächst die auffälligen Larven. Während ihres Wachstums häuten sie sich mehrfach, bevor sie sich verpuppen. Schon wenige Tage später schlüpft daraus der bekannte rot-schwarze Marienkäfer.
Auch wenn die kleinen Larven kurzfristig lästig werden können: Im Garten leisten sie wertvolle Arbeit. Denn ein einziger Marienkäfer vertilgt im Laufe seines Lebens zahlreiche Blattläuse – und wird so zum natürlichen Helfer gegen Schädlinge.