Entscheidung steht bevor

Bargeld per App! So soll Digitaler Euro funktionieren

Die EZB plant einen digitalen Euro als Ergänzung zu Bargeld. Eine Entscheidung über den EU-weiten Rechtsrahmen steht nun bevor.
Digital  Heute
20.06.2026, 15:17
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Wie Bargeld, nur dass du es nicht angreifen kannst: Die Europäische Zentralbank (EZB) plant, digitale Euros einzuführen. Damit kannst du dann direkt mit dem Handy zahlen. Bevor das aber losgeht, braucht es einen EU-weiten gesetzlichen Rahmen. Darüber stimmt am Dienstag erstmals der zuständige Ausschuss im Europaparlament ab. So soll das digitale Bargeld funktionieren:

Was ist der digitale Euro?

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Das ist im Grunde digitales Bargeld. Dein Geld liegt dann nicht auf einem Bankkonto oder in einem Aktiendepot, sondern in einem sogenannten digitalen Geldbörsel. In der Praxis ist das eine App am Handy, in der die digitalen Euros gespeichert werden. Die sind wie Scheine und Münzen sofort verfügbar, sogar wenn du gerade kein Internet hast.

Werden Scheine und Münzen abgeschafft?

Nein. Die EZB will weiterhin Bargeld und digitale Euros ausgeben. Du kannst beides gleichzeitig verwenden.

Wie komm ich zu digitalen Euros?

Wenn du eine Banking-App verwendest, kannst du das Geld vom Konto in das digitale Geldbörsel verschieben. Für die Bank ist das so, als würdest du beim Automaten abheben. Du kannst dir außerdem digitale Euros hin- und herschicken – ganz ohne Bankkonto.

Die EZB will eine Obergrenze für das digitale Geldbörsel einführen. Damit soll verhindert werden, dass zu viele Leute digitale Euros horten und den Banken das Geld ausgeht.

Wo kann ich damit zahlen?

In fast allen Geschäften und online. Überall dort, wo du mit Karte zahlen kannst, sollen auch digitale Euros angenommen werden. Auch bei Bestellungen im Internet sollen digitale Euros als Zahlungsmittel möglich sein.

Zahlen wir nicht eh schon oft digital?

Ja, aber meistens ist da ein Drittanbieter dabei. Bei Kredit- und Bankomatkarten sind das oft die US-Firmen Visa oder Mastercard, bei Online-Zahlungen zum Beispiel Paypal oder Klarna, die deine Daten sammeln.

Digitale Euros würden – wie Bargeld – direkt von der EZB ausgegeben. Die EU will dadurch unabhängiger von US-Dienstleistern werden.

Was passiert beim digitalen Euro mit meinen Daten?

Die EZB verspricht, dass beim Bezahlen ohne Internet keine Daten gespeichert werden. Beim Bezahlen im Internet hätte die Zentralbank nach eigenen Angaben nur Zugriff auf anonymisierte Daten. Die EZB darf diese Daten nicht für geschäftliche Zwecke verwenden – anders als private Finanzdienstleister.

Banken und Ermittlungsbehörden dürfen – wie bisher – eingreifen, wenn der Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorfinanzierung besteht. Die genauen Datenschutzregeln müssen das Europaparlament und die 27 EU-Staaten aber noch ausverhandeln.

Ist der digitale Euro eine Kryptowährung?

Nein. Ein digitaler Euro ist von der EZB abgesichert und immer genau einen Euro wert – im Gegensatz zu Kryptowährungen, deren Wert stark schwankt und die nicht zentral verwaltet werden. Digitale Euros sind außerdem auch ohne Internet nutzbar.

Wann will die EZB den digitalen Euro einführen?

Das hängt davon ab, wie schnell die Verhandlungen gehen. Die EZB bereitet sich laut eigenen Angaben darauf vor, ab 2029 die ersten digitalen Euros auszugeben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.06.2026, 15:17
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