Riesen-Sensation beim ATP-Turnier in Basel, während sich Alexander Zverev in Wien zur Nummer 1 krönte! Der Deutsche Jan-Lennard Struff besiegt Tennis-Legende Novak Djokovic am Donnerstagabend in einem packenden Drei-Satz-Krimi mit 6:7, 7:5, 7:6 (7:5). Für den 24-fachen Grand-Slam-Sieger ist nach dem Marathon von mehr als zweieinhalb Stunden überraschend früh Schluss.
Dabei spricht vor dem Duell alles für den Serben. Achtmal standen sich die beiden Profis zuvor gegenüber, achtmal ging Djokovic als Sieger vom Platz. Struff hatte in diesen Begegnungen insgesamt nur einen einzigen Satz gewonnen. Doch diesmal dreht der Deutsche den Spieß um.
Nach dem knapp verlorenen ersten Satz kämpft sich Struff eindrucksvoll zurück. Er holt den zweiten Durchgang mit 7:5 und zwingt Djokovic in einen Entscheidungssatz. Dort entwickelt sich ein echter Nervenkrimi, den Struff schließlich im Tiebreak mit 7:5 für sich entscheidet. Der Deutsche steht damit im Viertelfinale.
"Ich kann es gar nicht glauben. Unglaublich!", jubelt Struff nach seinem Triumph. Er bedankt sich beim Publikum für die Atmosphäre und erklärt, dass er trotz der vielen Niederlagen gegen Djokovic immer weiterkämpfen wollte. "Und es brauchte auch ein wenig Glück", gibt er zu.
Für Djokovic ist die Niederlage besonders bitter. Der Serbe wollte in Basel seinen 103. Titel auf ATP-Niveau holen und damit den Rekord von Roger Federer einstellen. Daraus wird vorerst nichts. Stattdessen darf Struff über einen der größten Erfolge seiner Karriere jubeln.