Da stockte tausenden Fans in der Wiener Stadthalle der Atem. Im Duell mit seinem Landsmann Matteo Berrettini brach Cobolli plötzlich in Tränen aus. Beim Stand von 2:5 aus Sicht des 24-Jährigen hatte der Italiener beim Seitenwechsel plötzlich das Handtuch über den Kopf gezogen und heftig zu weinen begonnen.
Als Berrettini das mitbekam, ging der 30-Jährige zu seinem Landsmann und setzte sich neben Cobolli auf die Bank. Der 24-Jährige zog sich dann das Handtuch vom Kopf, zeigte seine Tränen. Berrettini tröstete seinen Landsmann.
Was genau der Grund für den emotionalen Moment war, ist zunächst völlig unklar geblieben. Der Weltranglisten-Sechste hatte sich aber auf die Hüfte gegriffen, womöglich eine Verletzung angedeutet. Cobolli musste die Partie nach sieben Games jedenfalls aufgeben.
Er ging danach kurz auf den Platz und machte in Richtung des Publikums eine entschuldigende Geste, verließ daraufhin den Platz.
"Ich weiß genau, wie er sich fühlt. Ich weiß, wie sehr er beim ATP-Finale in Turin sein möchte. Das Letzte, das man da will, ist, sich einige Wochen davor zu verletzen. Ich hoffe, dass es nichts Ernstes ist", erklärte Berrettini, der den sechs Jahre jüngeren Cobolli bereits von Kindertagen an kennt, beide wuchsen in Rom auf. "Ich wünsche ihm nur das Beste. Ich werde ihm bestmöglich helfen, habe ihm gesagt, dass er im Moment bleiben soll", so Berrettini, der somit ins Viertelfinale aufstieg und nun gegen Alex de Minaur aus Australien spielt.