Mit ihrer Rolle als Kelly Bundy in "Eine schrecklich nette Familie" wurde Christina Applegate weltberühmt. Seit 2021 machte die Schauspielerin aber vor allem mit ihrem schweren Kampf gegen Multiple Sklerose Schlagzeilen.
Nun folgt eine überraschende Wendung: Die Diagnose war offenbar falsch!
In der neuesten Folge ihres Podcasts "MeSsy", den sie gemeinsam mit Schauspielkollegin Jamie-Lynn Sigler betreibt, enthüllt Applegate unter Tränen, dass sie laut ihren Ärzten überhaupt nicht an MS leidet.
Die Nachricht erhielt sie während eines Krankenhausaufenthalts. Eine Ärztin sei in ihr Zimmer gekommen und habe ihr mitgeteilt: "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben keine MS."
Was zunächst nach einer unglaublichen Erleichterung klingt, löste bei der 54-Jährigen jedoch ganz andere Gefühle aus.
"Ich war überhaupt nicht glücklich. Alle anderen waren so glücklich", erzählt Applegate.
Denn ihre gesundheitlichen Probleme sind keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Nach eigenen Angaben geht es ihr mittlerweile sogar schlechter.
Die Schauspielerin leidet weiterhin unter massiven körperlichen Einschränkungen. Für Arztbesuche benötigt sie teilweise einen Rollstuhl. Selbst den kurzen Weg vom Auto ins Behandlungszimmer kann sie nicht mehr zu Fuß bewältigen.
"Mir geht es nicht besser", stellt sie klar.
Das besonders Belastende: Nach fünf Jahren voller Schmerzen und Behandlungen weiß Applegate plötzlich nicht mehr, was ihr eigentlich fehlt. "Jetzt stehe ich wieder ganz am Anfang und weiß nicht, was mit mir los ist", erklärt sie.
Weitere Untersuchungen sollen nun klären, welche Erkrankung tatsächlich hinter ihren Beschwerden steckt.
Die neue Ungewissheit setzt dem Hollywood-Star auch psychisch schwer zu.
Applegate berichtet, dass sie unter Depressionen gelitten habe. Ihre Erkrankung habe ihr Leben zum Stillstand gebracht und sie ihre berufliche Zukunft gekostet.
Besonders bitter empfindet sie außerdem ihre Rolle als prominente Fürsprecherin für Menschen mit MS. Jahrelang sprach sie öffentlich über die Erkrankung und machte anderen Betroffenen Mut.
Nun habe sie sogar das Gefühl, diese Menschen enttäuscht zu haben.
Ihre Podcast-Partnerin Jamie-Lynn Sigler, die selbst an Multipler Sklerose leidet, widerspricht ihr allerdings und betont, dass Applegates Einsatz für Betroffene dadurch keineswegs wertlos geworden sei.
Die Neurologin Marwa Kaisey vom Cedars-Sinai Medical Center erklärt in der Podcastfolge, dass Fehldiagnosen bei Multipler Sklerose vorkommen. Der Grund: Es gibt keinen einzelnen Test, der die Erkrankung zweifelsfrei nachweist.
Laut von ihr angeführten Untersuchungen könnte beinahe jede fünfte MS-Diagnose falsch sein.
Für Christina Applegate beginnt jetzt jedenfalls eine neue Suche nach Antworten.