Seit beinahe 30 Jahren arbeitet Eiichiro Oda (51) an seinem Manga-Welterfolg "One Piece". Doch ausgerechnet in seiner Heimat Japan bekommt der Zeichner jetzt heftigen Gegenwind. Ein wütender Beitrag auf X sorgt für Aufsehen und wurde laut Medienberichten bereits mehr als sieben Millionen Mal aufgerufen.
Der Verfasser, der sich als langjähriger Fan zu erkennen gibt, nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Besonders der aktuelle Elbaf-Handlungsbogen sei für ihn eine Enttäuschung.
Immer wieder würden Rückblenden und plötzliche Szenenwechsel die Spannung zerstören. Dazu kämen regelmäßige Veröffentlichungspausen, die den Lesefluss zusätzlich erschwerten.
Auch Ruffys Verwandlung in Gear 5 stößt dem Kritiker sauer auf. Die übertriebenen Cartoon-Effekte und albernen Einlagen würden seiner Meinung nach nicht mehr zur Welt von "One Piece" passen.
Dann richtet sich der Angriff direkt gegen Oda. Der Zeichner verbringe angeblich zu viel Zeit mit Prominenten und gesellschaftlichen Veranstaltungen, während die Qualität seiner Geschichte nachlasse.
Für diese persönlichen Vorwürfe liefert der Verfasser allerdings keine Beweise.
Besonders deutlich wird der Fan am Ende seiner Abrechnung. Oda solle sich wieder an seinen früheren Stärken orientieren und an den Zeichentisch zurückkehren. Er wolle endlich wieder jene Abenteuer erleben, die ihn einst für "One Piece" begeistert hätten.
Dabei betont der Kritiker ausdrücklich, dass er Odas jahrzehntelange Leistung bewundere. Unter dem Hashtag "Ich will Eiichiro Oda retten" fordert er eine Rückbesinnung auf die Anfänge der Serie.
Im Netz sorgt die Abrechnung für Diskussionen. Während einige Leser die Kritik am Erzähltempo teilen, verteidigen andere den Manga-Schöpfer. Schließlich habe Oda einen Großteil seines Lebens seiner Geschichte gewidmet.
Eine öffentliche Reaktion von Oda auf den viralen Beitrag ist bislang nicht bekannt.