Rebecca Passler sorgte vor dem Start der Olympischen Spiele in ihrer Heimat Italien für Aufregung. Die 24-jährige Südtirolerin hatte einen positiven Dopingtest abgeliefert. Bei ihr war die Substanz Letrozol nachgewiesen worden. Passler betonte, sie sei kontaminiert worden, beteuerte ihre Unschuld.
Ein Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Behörde hob die vorläufige Suspendierung Passlers allerdings am Freitag vorläufig auf. Damit darf die 24-Jährige doch noch bei Olympia in Antholz an den Start gehen. Denkbar wäre ein Einsatz in der Staffel am Mittwoch.
Letrozol senkt den Östrogenspiegel und steht deshalb auf der Dopingliste, das Medikament wird allerdings vor allem zur Brustkrebsbehandlung verwendet. Mittlerweile sickerten neue Details durch, wie die Substanz in Passlers Körper gelangt sein könnte. So ist in italienischen Medien zu lesen, dass Passler durch einen mit einem Familienmitglied gemeinsam genutzten Nutella-Löffel kontaminiert worden sein soll. Das Berufungsgericht glaubte der 24-Jährigen jedenfalls, nicht bewusst die Substanz zu sich genommen zu haben.
Besonders erleichtert zeigte sich auch Passlers Partner Dominic Unterweger, Biathlon-Ass aus Österreich und selbst bei Olympia im Einsatz. Er belegte im Sprint am Freitag nach drei Schießfehlern den ernüchternden 73. Platz. Trotzdem war die aufgehobene Suspendierung seiner Partnerin die wesentlich wichtigere Meldung für den 26-Jährigen.
"Das ist die beste Nachricht, die heute passieren hätte können. Ich freue mich extrem für sie. So kann es jetzt einmal weitergehen", sagte Unterweger nach dem Biathlon-Bewerb.