Angesichts hoher Spritpreise

Doskozil fordert von Regierung: "CO2-Steuer aussetzen!"

Burgenland-Chef Hans Peter Doskozil (SP) tritt im großen "Heute"-Interview dafür ein,  angesichts der Spritpreise die CO2-Bepreisung auszusetzen.
Clemens Oistric
23.03.2026, 05:00
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In keinem Bundesland pendeln die Menschen täglich länger zwischen Wohnort und Arbeitsplatz – von den immens gestiegenen Spritpreisen sind die Burgenländer daher besonders betroffen.

SP-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (55) hält die von der Regierung angedachte Spritpreisbremse (rund 10 Cent pro Liter runter) für nicht ausreichend: "Ob bei der Zapfsäule ein 2er vorne steht oder ein 19er, macht kaum einen Unterschied."

Im großen "Heute"-Interview fordert er: "Der Bund müsste aus meiner Sicht jetzt in Vorlage treten und die CO2-Steuer aussetzen."

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Gastpatienten-Streit mit Wien

Auch zum politischen Hickhack um Gastpatienten nahm der SP-Grande Stellung: "Wir versuchen nun, die Kompetenzen aufzubauen, um die Operationen selbst durchführen zu können. Bevor wir wieder in Wien einzahlen, investieren wir es lieber im Burgenland."

"Heinz Lederer muss zurücktreten"

In der Schlammschlacht am Küniglberg ist er der Meinung, "dass der Vorsitzende des Stiftungsrates – auch, wenn er der SPÖ zugeordnet wird – nicht tragbar ist". Doskozil: "In aller Klarheit: Es geht nicht, dass jemand bei einer Transaktion, bei der ORF-Immobilien betroffen sind, auf beiden Seiten sitzt." Unmissverständlicher Nachsatz: "Heinz Lederer muss zurücktreten, genauso wie sein Stellvertreter und einige andere auch, die als politische Hypotheken den nötigen Neustart erschweren."

Beim ORF müsse die "Politik die Stopp-Taste drücken": "Wenn der Einfluss der Parteien jetzt nicht rigoros abgestellt wird, macht sie sich selbst schuldig."

Hans Peter Doskozil sprach mit "Heute" auch über:

18-19 Prozent für SPÖ in Umfragen

"Das ist eigentlich ganz gut, ich hätte tiefer geschätzt." Anspruch der SPÖ müsse es sein, "Nummer 1 zu werden": "Und wenn dieser Anspruch nicht realisiert werden kann, ist der Spitzenkandidat der falsche." Ob FPÖ-Chef Herbert Kickl unschlagbar ist? Doskozil: "Niemand ist unschlagbar."

Neuer Anlauf im Bund

"Ich bin für fünf Jahre als Landeshauptmann gewählt. Ich nehme diese Aufgabe ernst, sie gefällt mir gut und ich werde sie erfüllen."

Rückzug aus Bundesgremien

"Ich bin derzeit inhaltlich so unzufrieden mit einigen Dingen, dass ich den Bundesgremien lieber fernbleibe. Ich weiß nämlich, dass man dort über die inhaltliche Ausrichtung nicht diskutieren kann. Fahre ich trotzdem hin, ärgere ich mich nur."

{title && {title} } coi, {title && {title} } Akt. 23.03.2026, 06:06, 23.03.2026, 05:00
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