Die Asylzahlen sind weiter im freien Fall: Die aktuelle Asylstatistik weist für den Februar lediglich 347 originäre Erstanträge, also neue Asylanträge, aus. Zum Vergleich: Im Februar 2025 waren es noch 472 Erstanträge – das ist ein Rückgang um mehr als 26 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit über zehn Jahren.
Insgesamt gab es im Februar 2026 850 Asylanträge im ganzen Land. Im Vergleich zum Februar 2025 ist das ein Rückgang von 41 Prozent, als es noch 1.434 Anträge gab.
Bisher wurden im Jahr 2026 insgesamt 1.795 Asylanträge gestellt, im Vergleichszeitraum 2025 (Jänner und Februar) wurden noch 3.397 Anträge eingebracht - ein Rückgang um über 47 Prozent. Im Februar stammten die meisten Anträge von Afghanen (237), der Großteil davon betrifft allerdings in Österreich geborene Kinder bzw. afghanische Frauen.
Innenminister Gerhard Karner kommentiert die Zahlen wie folgt: "Die Maßnahmen wirken – das ist kein Grund zum Jubeln, sondern Auftrag, hart weiterzuarbeiten und die Zahlen durch weitere Maßnahmen nachhaltig abzusichern."
Durch den weiterhin geltenden Stopp des Familiennachzugs konnten Gesundheits-, Bildungs-, Integrations- und Sozialsystem entlastet werden. Erfolgten am Wege des Familiennachzugs im Jänner und Februar 2025 noch 294 Einreisen, gab es im Jänner und Februar 2026 lediglich 21 Einreisen (Härtefälle).
Um diese Entwicklung nachhaltig abzusichern, wurde der Familiennachzug per Verordnung mit Anfang Jänner für weitere sechs Monate ausgesetzt.
Auch bei den Abschiebungen macht Österreich weiter Tempo: Im Februar mussten 2.270 Personen das Land verlassen, 51 Prozent davon zwangsweise. Rund 42,5 Prozent der Abgeschobenen waren in Österreich strafrechtlich verurteilt.
Auch der eigenständigen Ausreise kommt eine wichtige Rolle zu, da sie im Vergleich zu zwangsweisen Außerlandesbringungen die wesentlich kostengünstigere Variante und deshalb zu bevorzugen ist, wenn die Möglichkeit dazu besteht. So sind etwa 1.000 Menschen aus Syrien seit dem Sturz des Assad-Regimes freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt.
Im Vergleich dazu verließen in den Jahren 2023 und 2024 lediglich 200 Syrer Österreich in Richtung ihrer Heimat.
Die aktuelle Zahl der Asylwerber in der Grundversorgung verdeutlicht den Trend noch einmal: Stand jetzt befinden sich 51.100 Menschen in Grundversorgung, davon lediglich 8.600 Asylwerber – das ist der niedrigste Wert in der Grundversorgung seit rund 20 Jahren.
Der Großteil der Menschen in Grundversorgung – nämlich mehr als 29.400 – sind Kriegsvertriebene aus der Ukraine (viele davon Kinder und Frauen). Zu Jahresbeginn 2023 waren noch knapp 93.000 Menschen in der Grundversorgung. Die Rückgänge ermöglichen auch Einsparungen, beispielsweise konnte die Zahl der Bundesquartiere in den vergangenen beiden Jahren von mehr als 30 auf aktuell acht reduziert werden
Der konsequente Asylkurs soll auch künftig fortgesetzt werden. So bleiben etwa die Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei zumindest bis Juni 2026 aufrecht – ebenso der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zum Schutz der österreichischen Grenzen.
Gleichzeitig wurde das polizeiliche Grenzschutz-Konzept weiterentwickelt. Der Kontrollgürtel an der Grenze wurde verbreitert und ein Zusammenspiel zwischen stationären Kontrollen an der Grenze und mobilen Maßnahmen im grenznahen Raum sowie im Hinterland etabliert.