Die spanische Regierung will, dass Einwanderer ohne Papiere in Zukunft gratis medizinisch versorgt werden.
Mit diesem Schritt erkennt Spanien erstmals das Recht auf Gesundheitsschutz und Gesundheitsversorgung auch für Ausländer an, "die sich nicht legal hier aufhalten", erklärte Migrationsministerin Elma Saiz am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats.
Schon im Jänner hatte die Regierung angekündigt, den Aufenthaltsstatus von hunderttausenden Migranten ohne Papiere zu legalisieren und ihnen eine Arbeitserlaubnis zu geben.
Das gilt für alle Ausländer, die vor dem 31. Dezember 2025 ins Land gekommen sind, dort mindestens fünf Monate gelebt haben und nicht vorbestraft sind.
Spanien zählt neben Italien und Griechenland zu den drei wichtigsten Ländern, in denen Migranten ankommen, wenn sie nach Europa wollen.
Laut Innenministerium kamen im vergangenen Jahr fast 37.000 irreguläre Einwanderer nach Spanien. Das waren um 42,6 Prozent weniger als 2024.