"Brauchen Quote je Bundesland"

Asyl: Neos wollen Sozialleistungen an Wohnsitz koppeln

Neos-Abgeordnete Sophie Wotschke erklärt im "Heute"-Talk ihr Modell einer Wohnsitzauflage für Migranten: "Müssen das System auf andere Beine stellen."
Angela Sellner
04.03.2026, 05:30
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Sophie Wotschke sitzt seit Oktober 2024 für die Neos im Nationalrat. Die 27-Jährige ist Sprecherin der Pinken für Justiz, Asyl & Migration sowie Jugend. Außerdem ist sie die Neos-Fraktionsführerin im Pilnacek-Untersuchungsausschuss.

Im "Heute"-Interview (ganzer Talk im Video unten) skizziert Wotschke ihr Modell einer Wohnsitzauflage für Migranten.

Sophie Wotschke über:

Zuwanderung

"Unsere Grundposition ist: Wir können nicht mehr Migration zulassen, als wir Integrationskapazitäten haben. Das funktioniert nicht, wie wir klar sehen."

Asylzahlen

"Wir haben aktuell die niedrigsten Zahlen seit 2012. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Sondern genau das müssen wir jetzt nutzen, um das System auf andere Beine zu stellen – und zwar so, dass Integration wirklich ermöglicht wird."

Video: Das "Heute"-Interview mit Sophie Wotschke (Neos)

Quoten

"90 Prozent der Schutzberechtigten sind in Wien, während die anderen acht Bundesländer insgesamt nur zehn Prozent haben. Das geht sich nicht aus. Wir brauchen pro Bundesland eine verpflichtende Quote. In einem ersten Schritt ginge es darum, die Personen, die neu dazukommen, fair zu verteilen."

Wohnsitzauflage

"Der Bezug von Sozialleistungen sollte für drei Jahre an den Wohnsitz in jenem Bundesland gekoppelt werden, in dem die Person ursprünglich untergebracht wurde oder Leistungen bezieht."

Sophie Wotschke (Neos) kam zum Interview ins "Heute'"-Studio.
Sabine Hertel
„Wohnsitzauflage würde vorzeitig enden, sobald eine Berufstätigkeit in einem anderen Bundesland nachgewiesen wird.“
Sophie WotschkeNationalratsabgeordnete (Neos)

Arbeit

"Diese Wohnsitzauflage würde vorzeitig enden, sobald eine Berufstätigkeit in einem anderen Bundesland nachgewiesen wird. Damit verbinden wir faire Verteilung mit echter Integrationsperspektive. Geflüchtete sollen dort bleiben, wo Verantwortung übernommen wird – oder dorthin gehen, wo es Arbeit gibt. Das stärkt die Arbeitsmarktintegration und entlastet gleichzeitig Bildungs- und Gesundheitssysteme in besonders stark betroffenen Regionen."

Integration

"Es geht um Sprache, Werte und auch Arbeit in Österreich. Wir wollen nicht den Zuzug ins Sozial-, sondern ins Arbeitssystem. Man muss das System so konzipieren, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt nicht kompliziert und die Ausnahme ist, sondern die Regel."

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