Das "Heute"-Interview mit Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil schlägt hohe Wellen. In diesem forderte der SP-Grande den Rücktritt des Vorsitzenden des Stiftungsrates, Heinz Lederer. "Der Sumpf gehört trockengelegt, denn kein Redakteur hat sich verdient, mit solchen Führungspersönlichkeiten im ORF durch das Berufsleben gehen zu müssen", sagte er.
Am Sonntag reagierte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker auf die Aussagen Doskozils – und nahm dabei SPÖ-Chef Andreas Babler ins Visier. "Jetzt fordert sogar schon der burgenländische Landeshauptmann den Rücktritt des im Skandalsumpf versinkenden ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Lederer. Wie lange will der SPÖ-Chef und Medienminister noch auf Tauchstation bleiben und seinem Genossen die Mauer machen?"
Eine Person, die im Verdacht stehe, Tätigkeiten im ORF-Kontrollgremium für private Geschäfte ausgenutzt zu haben, sei untragbar, so Hafenecker. Die in den letzten Tagen medial ans Licht gekommene Verbindung zwischen Lederer und René Benko, Berichte über mögliche Beraterjobs für ORF-Geschäftspartner oder eine kolportierte Intervention für eine Produktionsfirma würden den ORF-Stiftungsrat "völlig disqualifizieren".
Der FPÖ-General weiter: "Lederer scheint nicht nur Bablers roter Mann im ORF zu sein, sondern auch sein Mann fürs Kapital, wenn man sich diesen Grad der Verhaberungen mit Multi-Millionären anschaut. Mit jedem weiteren Tag, den der Obermarxist im Vizekanzleramt dem Treiben seines Genossen länger zuschaut, wächst sich die Causa Lederer immer mehr zu einem handfesten SPÖ-Skandal aus."
Sollte sich Babler weiterhin in Schweigen hüllen, wäre dies ein "Armutszeugnis" für einen Medienminister. "Sein Festhalten an diesem skandalumwitterten roten Bonzen ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht aller ORF-Zwangssteuerzahler, sondern zieht das bereits schwerst desolate Image des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Werkbank der Regierung noch tiefer hinunter", so Hafenecker abschließend.