Im Kampf um das Leben des seit fast einem Monat vor der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) gestrandeten Wals "Timmy" bricht nun die heiße Phase an. Noch in dieser Woche soll der Meeressäuger abtransportiert werden.
Bereits am Sonntag zog der Schlepper "Hans" die Barge, mit der "Timmy" gerettet werden soll nach Kiel. Montags kam man dort schließlich um 1.40 Uhr an und übergab die Barge an den Schlepper "Robin Hood".
Seit den Morgenstunden befindet sich der zweite Schlepper nun auf dem Weg nach Wismar. Auf der Fahrt wurde das Schiff von zahlreichen Schaulustigen beobachtet, berichtet die "Bild". Die "Robin Hood" soll Wismar gegen 18 Uhr erreichen. Ob die Rettung wirklich am Dienstag durchgeführt werden kann, ist unklar. Eigentlich sollte das Schiff schon einen Tag früher in Wismar ankommen.
In der Zwischenzeit waren auch die Helfer vor Ort nicht untätig. Man habe dafür gesorgt, dass "Timmy" tiefer im Wasser liegt. Dafür sei eine über 100 Meter lange Rinne gebaggert, gesaugt und gespült worden.
Noch am Sonntag zeigte sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zuversichtlich für einen positiven Ausgang der von Unternehmern gestarteten Rettungsaktion. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagte der Politiker.