Drei Corona-Geimpfte mit der Delta-Variante infiziert

Die Corona-Intensivstation eines heimischen Spitals. Die Delta-Mutation bereitet Experten große Sorge.
Die Corona-Intensivstation eines heimischen Spitals. Die Delta-Mutation bereitet Experten große Sorge.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
In mehreren heimischen Bundesländern nehmen Corona-Fälle der Delta-Variante zu. Brisant: Einige Betroffene davon sind bereits voll geimpft gewesen.

Alleine am Donnerstag wurden aus Kärnten zwei und aus Niederösterreich acht neue Fälle der ansteckenderen Corona-Delta-Variante gemeldet. Brisantes berichtet die "Krone" dazu: Zwei der Betroffenen seien bereits mit zwei Impfungen mit dem Sputnik-V-Vakzin geimpft gewesen, ein weiterer habe zumindest eine Teilimpfung mit dem AstraZeneca-Vakzin erhalten. Der Großteil der Delta-Infektionen soll zudem auf Reiserückkehrer zurückzuführen sein, heißt es im Bericht.

Die Behörden haben alle Betroffenen abgesondert. Auch wenn die Coronazahlen im Land weiter zurückgehen, schlagen Experten derzeit Alarm. Oswald Wagner, Vizerektor der MedUni Wien, warnte kürzlich vor der neuen Corona-Mutation. Sie sei zu 100 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Virus und sogar zu 60 Prozent infektiöser als die "britische" Variante – die inzwischen den Namen "Alpha" trägt.

Andere Symptome beobachtbar

Die zunächst in Indien entdeckte SARS-CoV-2-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen. In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen wurden zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet. Der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bislang als typisches Corona-Symptom galt, sei weniger gängig - mehr dazu hier.

Reise-assoziierte Corona-Fälle

Auch gibt es eine neue Statistik über Corona-Fälle bei Reiserückkehrern. 1.722 Corona-Fälle wurden in Österreicher in der Kalenderwoche 23 insgesamt erfasst. Der Großteil davon sei "hausgemacht", das Innenministerium führt aber auch eine Liste mit "Auslandsreiseassoziierten Fällen". Dabei zeigt sich, dass es einige Ausreißer nach oben in der Reiseliste gibt. So wurden zwölf Infektionen durch Reisen nach Bosnien und je 23 durch Reisen nach Deutschland und Italien festgestellt. Auch die Slowakei zeigt sich mit 16 Reise-assoziierten Corona-Fällen im oberen Bereich der Liste.

Je ein Fall wird von Griechenland-, Niederlande-, Rumänien- und Spanien-Reisen gemeldet, fünf im Falle Kroatiens und Polens, acht bei Serbien und der Türkei. Vier Infektionen stehen mit Reisen in die Schweiz und nach Tschechien im Zusammenhang sowie drei nach Slowenien. Von den Auslands-assoziierten Fällen gehen 16,87 Prozent auf Reisen in den Westbalkan zurück, 46,99 Prozent auf Reisen in die übrigen EU-Länder und 13,25 Prozent in die restlichen Länder Europas und 18,07 Prozent in den Rest der Welt. 4,82 Prozent der Fälle seien laut Innenministerium "unbekannter" Herkunft.

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