Statt Markenklamotten und Luxusgastronomie liegt das Lamarr-Kaufhaus in Wien-Neubau nun wieder brach. Nach der Signa-Pleite gingen die Pläne für das Shopping-Center in die Brüche; nun muss man mit dem Bau von vorne beginnen – geplant sind Wohngeschosse, ein Hoteltrakt sowie Verkaufsflächen. Vier Geschosse wurden bereits abgerissen, nur der erste Stock soll erhalten bleiben.
Mit Ende Juni 2025 wurde bekannt, dass die traurige Bau-Ruine einen neuen Eigentümer hat – die Stumpf Development GmbH. Der Plan des jetzigen Besitzers: 200 Wohnungen sowie Verkaufsflächen im Untergeschoss, Erdgeschoss und im ersten Stock.
Auch ein Hoteltrakt ist angedacht. Bereits 2026 soll der Rohbau im vorderen Teil neu errichtet werden. Doch wie die "Kronen Zeitung" berichtet, sind die vorgesehenen Pläne noch nicht einmal von der Baupolizei bewilligt; erst Ende September wurde die Änderung des Konzeptes für den Bau offiziell beantragt.
Noch bestehen Zweifel daran, ob die Umsetzung so stattfinden kann, wie sie derzeit geplant ist. Besonders mit Blick auf die Bauhöhe könnte es Schwierigkeiten geben; hier kratzt man an der Obergrenze der Vorschriften.
Sollten alle Genehmigungen erteilt werden, wird 2026 mit der Neuerrichtung begonnen. Zu dieser Zeit sind auch Anpassungen des Rohbaus im Hoteltrakt vorgesehen. Die Ausbauarbeiten sollen im Herbst 2026 starten. Anschließend geht es an die Außengestaltung: Eine neue Begegnungszone in der Karl-Schweighofer-Gasse soll realisiert werden. "Die Fertigstellung und Eröffnung des Projektes erwarten wir für Ende 2027 bzw. Anfang 2028", hieß es von der Stumpf Development GmbH.