An Wiens Mittelschulen haben fast acht von zehn Kindern eine andere Erstsprache als Deutsch. Das geht aus der neuen Bundesländer-Statistik des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) hervor. Demnach lag der Anteil im Schuljahr 2024/25 bei 76,8 Prozent.
Auch an den Volksschulen ist der Anteil hoch: Hier hatten 60,8 Prozent der Kinder eine andere Erstsprache als Deutsch. An allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) waren es hingegen nur 35,2 Prozent.
Die Studie zeigt auch, wie viele Kinder aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse noch nicht regulär am Unterricht teilnehmen können. Insgesamt hatten rund 20.300 Wiener Schüler einen außerordentlichen Status. Das entspricht 7,8 Prozent aller Schüler in Wien.
Diese Kinder werden in speziellen Deutschförderklassen oder -kursen unterrichtet. Die Zahl bezieht sich auf alle Schularten, nicht nur auf Mittelschulen.
Eine andere Erstsprache als Deutsch bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Kind schlecht Deutsch spricht.