Drei Wochen lang haben die Bewohner eines Gemeindebaus in Wien-Brigittenau gelitten. Nachdem Jugendliche den Aufzug am Friedrich-Engels-Platz beschädigt haben sollen, stand er seit dem 10. Oktober still. Besonders für ältere und gebrechliche Mieter wurde der Alltag zur Hölle, wie ein "Heute"-Leser erklärt
Die Bewohner meldeten den Schaden umgehend bei Wiener Wohnen. Wenige Tage später begutachtete ein Mitarbeiter der Aufzugsfirma die beschädigte Türe. Doch eine rasche Reparatur blieb aus. "Da müssen wir Ersatzteile bestellen", sagte der Mitarbeiter laut dem Mieter.
Schuld am Schlamassel wollte niemand sein: Laut dem Betroffenen hätten sich Wiener Wohnen und die zuständige Aufzugsfirma gegenseitig die Verantwortung zugeschoben.
Während Wiener Wohnen erklärt haben soll, dass der Auftrag bereits vergeben worden sei, habe die Liftfirma gegenüber den Mietern angegeben, dass die Ersatzteile zwar vorhanden seien, die Bestätigung des Reparaturauftrags jedoch noch fehle.
Konsequenz für die Bewohner: Weiter Stufensteigen statt Aufzugfahren. "Auf dieser Stiege mit vier Stockwerken wohnen überwiegend ältere und gebrechliche Mieter, die auf den Aufzug angewiesen sind", so der Wiener.
Auf "Heute"-Nachfrage bestätigt Wiener Wohnen, dass eine mutwillige Beschädigung der Fahrkorbtüre eine umfangreichere Reparatur notwendig gemacht habe. Die erforderlichen Ersatzteile seien unmittelbar nach Bekanntwerden des Schadens bestellt worden. Da diese nicht lagernd gewesen seien, habe sich die Instandsetzung verzögert.
Immerhin gibt es für die betroffenen Bewohner inzwischen eine gute Nachricht: Seit Montag, dem 2. November, ist der Aufzug auf Stiege 10 wieder in Betrieb. Nach mehr als drei Wochen können die Mieter somit wieder bequem ihre Wohnungen erreichen. Besonders für die älteren und gebrechlichen Bewohner dürfte das eine große Erleichterung.