Durch Scheinwohnsitz

Dreister AMS-Betrug – Frau kassierte 31.000 Euro

Ein Scheinwohnsitz in Graz hat einer Bosnierin über 31.000 Euro AMS-Geld eingebracht. Vier Jahre lang blieb der Schwindel unbemerkt.
Newsdesk Heute
04.06.2026, 21:33
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Heftiger AMS-Betrug in der Steiermark: Obwohl eine 64-Jährige hauptsächlich in ihrer Heimat lebte, erhielt sie jahrelang Geld aus Österreich. So flossen in vier Jahren mehr als 31.000 Euro Arbeitslosengeld an die Frau. Gelingen konnte ihr dies über einen Scheinwohnsitz in Graz – auch ihre Tochter (29) war in den Schwindel involviert.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, flog der Betrug beim AMS Graz West und Umgebung schlussendlich nach Ermittlungen der Task Force SOLBE (Sozialleistungsbetrug) auf und hatte nun auch ein rechtliches Nachspiel.

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Mutter und Tochter verurteilt

Das Mutter-Tochter-Duo musste sich vor Gericht verantworten. Dabei war die 29-Jährige mitangeklagt, da sie für ihre Mutter bei den AMS-Terminen als Dolmetscherin fungierte und über die Wohnverhältnisse der 64-Jährigen Bescheid wusste. Auch die Anträge auf Gewährung des Arbeitslosengeldes hatte sie ausgefüllt.

In der besagten Wohnung in Graz lebte eigentlich nur die Tochter selbst. Ihre 64-jährige Mutter verbrachte die Zeit zwischen 2021 und 2025 überwiegend in Bosnien und Herzegowina. In der Verhandlung zeigten sich beide Beschuldigten geständig. Demnach habe man die geforderten 18.000 Euro bereits zurückbezahlt.

Die restlichen 13.000 Euro könne das AMS nicht mehr geltend machen. Hier sei die Frist bereits verjährt. Dennoch soll dieses Geld nicht bei der bosnischen Familie bleiben. Sie sollen per Gerichtsentscheid an Österreich zurückgezahlt werden. Des Weiteren wurden die Angeklagten zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt.

Sozialbetrug boomt

Laut dem Bericht der "Kleinen" sei die Causa aus Graz kein Einzelfall. Im Zusammenhang mit Sozialbetrug gab es im Jahr 2016 noch 472 Anzeigen. Neun Jahre später waren es bereits 6.062. Allein im Vorjahr wurde durch die Task Force SOLBE ein Schadenswert von insgesamt 23 Millionen Euro aufgedeckt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Demnach wurden 6.191 Tatverdächtige ausgeforscht – 74,5 Prozent von ihnen waren Ausländer, die restlichen 25,5 Prozent der Fälle betrafen Österreicher. Die meisten Verdächtigen kommen aus der Ukraine (rund 1.000) gefolgt von Syrien (rund 740) und Serbien (rund 500). Etwa 43 Prozent der Vorfälle aus dem Jahr 2025 spielten sich in Wien ab.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.06.2026, 21:33
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