Ein mutmaßlicher Drogenhandel in Kufstein zieht immer weitere Kreise: Mehr als 100 Abnehmer wurden im Zuge der Ermittlungen ausgeforscht und angezeigt. Zwei Brüder sitzen seit Juli in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen rund um mutmaßliche Drogenhändler in Kufstein haben zahlreiche weitere Verdächtige ins Visier der Behörden gebracht. Mehr als 100 mutmaßliche Abnehmer wurden ausgeforscht und gesondert bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein syrisches Brüderpaar im Alter von 30 und 32 Jahren. Die beiden wurden am 10. Juli festgenommen und in die Innsbrucker Justizanstalt eingeliefert. Sie stehen im Verdacht, am "Park & Ride"-Parkplatz beim Bahnhof in Kufstein größere Mengen Cannabis und Kokain verkauft zu haben.
Den Brüdern wird vorgeworfen, insgesamt mehr als zwei Kilogramm Cannabiskraut und über 270 Gramm Kokain verkauft zu haben. Damit sollen sie einen Erlös im mittleren fünfstelligen Eurobereich erzielt und anschließend ins Ausland übermittelt haben, wie der ORF berichtet.
Im Zuge der Ermittlungen stellten die Ermittler mehrere hundert Euro Bargeld, mehr als 90 Gramm Cannabiskraut sowie eine geringe Menge Kokain sicher.
Die beiden mutmaßlichen Händler befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Die mehr als 100 ausgeforschten Abnehmer wurden gesondert bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.