Teenager checkte im Hotel ein

Drogen-Drama bei Wiener Stadthalle: 16-Jährige tot

Monate nach dem Drama kommen neue Details ans Licht: Eine 16-Jährige starb nach Drogenkonsum in einem Wiener Hotelzimmer, die Ermittlungen laufen.
Christoph Weichsler
08.01.2026, 11:33
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Der Schock sitzt tief: Eine erst 16 Jahre alte Jugendliche wurde tot in einem Wiener Hotelzimmer entdeckt. Der dramatische Fall ereignete sich bereits in der Nacht auf den 31. Oktober, wurde jedoch erst Monate später öffentlich bekannt.

Nach Recherchen des "ORF" starb das Mädchen an den Folgen einer Drogen-Überdosis. Gefunden wurde sie in einem Hotel nahe der Wiener Stadthalle. Warum sich die Minderjährige dort aufhielt und ob sie alleine war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Polizei ermittelt weiter

Die Landespolizeidirektion Wien bestätigt, dass der Fall noch nicht abgeschlossen ist. "Insbesondere ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen, ob die Einnahme der tödlichen Suchtmitteldosis allein oder mit Hilfe einer weiteren Person erfolgt ist. Auch die Auswertung der vorliegenden Spuren ist noch im Gange", teilte die Polizei auf "ORF"-Anfrage mit.

Geprüft wird auch, ob das Mädchen im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum sexuell ausgebeutet worden sein könnte. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Polizei dazu keine weiteren Angaben.

Mädchen lebte in Betreuung

Die 16-Jährige lebte in einer Wohngemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe Wien. Am Abend ihres Todes kehrte sie jedoch nicht dorthin zurück, sondern checkte in ein Hotel im 15. Wiener Bezirk ein. Dort wurde sie am Morgen des 31. Oktober tot aufgefunden.

Die Sprecherin der MA 11, Ingrid Pöschmann, bestätigte den Todesfall und betonte, dass die Kinder- und Jugendhilfe nicht alles verhindern könne. "Jedes Kind, das stirbt, ist eines zu viel. Nichtsdestotrotz ist es so, dass wir Kinder und Jugendliche in unseren Wohngemeinschaften nicht einsperren. Wir setzen auf gelingende Beziehungsarbeit. Viele Kinder nehmen das an, andere wiederum nicht."

Kinder und Jugendliche in Wohngemeinschaften hätten oft schon schwere Erfahrungen hinter sich, so Pöschmann. Der Aufbau von Vertrauen brauche Zeit – Zeit, die in manchen Fällen nicht ausreiche.

{title && {title} } CW, {title && {title} } Akt. 08.01.2026, 11:38, 08.01.2026, 11:33
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