Zivilpolizisten haben am Sonntag innerhalb weniger Minuten zwei mutmaßliche Drogendealer am Wiener Keplerplatz festgenommen. Neben Marihuana und Kokain stellten die Beamten auch Bargeld sicher.
Die Festnahmen erfolgten im Zuge gezielter Maßnahmen gegen den Suchtmittelhandel. Gegen 16.45 Uhr beobachteten die Polizisten zunächst einen 31-jährigen algerischen Staatsangehörigen.
Der Mann soll zwei Säckchen mit insgesamt rund 2,4 Gramm Marihuana für 20 Euro verkauft haben. Als die Beamten ihn festnahmen, soll er ein weiteres Säckchen mit Marihuana weggeworfen haben.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Polizisten außerdem zehn Säckchen mit insgesamt rund 4,9 Gramm Kokain sowie 95 Euro Bargeld.
Während der Amtshandlung mischten sich zwei Passanten ein. Sie filmten die Zivilpolizisten und äußerten ihren Unmut. Nachdem die Kriminalbeamten sie auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei einer Veröffentlichung der Aufnahmen hingewiesen hatten, entfernten sich die beiden.
Nur wenige Minuten später, gegen 17 Uhr, beobachteten die Beamten einen 27-jährigen syrischen Staatsangehörigen. Er soll 1,6 Gramm Marihuana für zehn Euro verkauft haben.
Das Suchtmittel hatte der Mann laut Polizei zuvor aus einem in der Nähe versteckten Säckchen geholt. Bei seiner Festnahme fanden die Beamten das Depot und stellten weitere rund 10,7 Gramm Marihuana sicher. Zudem wurden 205 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung beschlagnahmt.
Gegen beide Tatverdächtigen wurden Betretungsverbote für die Schutzzone Keplerplatz verhängt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden die beiden Männer in eine Justizanstalt gebracht.