War auch übermüdet

Drogenlenker rammt Biker in Rettungsgasse: 450 € Strafe

Ein 42-Jähriger scherte aus einer Rettungsgasse auf der Tangente aus und krachte gegen einen Biker. Nun musste er sich vor Gericht verantworten.
Wien Heute
02.09.2026, 20:30
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Übermüdet, mit Drogen im Blut und nach einem Streit mit seiner Frau fuhr ein 42-jähriger Niederösterreicher am 19. Mai auf der Südost-Tangente zu einem Kundentermin. Etwa auf der Höhe des Gewerbeparks Stadlau geriet er in einen Stau, eine Rettungsgasse bildete sich.

"Ich war auf der linken Fahrspur und wollte auf die rechte Seite. Da habe ich übersehen, dass der Motorradfahrer daher kommt. Ich habe ihn erst gesehen, als es schon zur Kollision kam", erklärt der wegen fahrlässiger Körperverletzung Angeklagte am Wiener Landl.

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Biker fuhr nur mit 15 km/h und bremsbereit

Das Opfer, ein 52-Jähriger, fuhr nach eigenen Angaben mit etwa 15 bis 20 km/h und bremsbereit auf seiner KTM am Auto vorbei: "Da habe ich aus dem Augenwinkel gesehen, dass was kommt und mir gedacht: 'Ok, das geht sich jetzt nicht mehr aus.'"

Der Biker, der selbst bei einem Unfallversicherungsträger arbeitet, stürzte und flog samt Maschine nach vorne – stand danach aber gleich wieder auf: "Wir sind dann zu einem Parkplatz im Gewerbepark. Erst da habe ich Schmerzen bekommen. Ich habe die Polizei gerufen, die dann die Rettung verständigt hat."

Lenker hatte Drogen im Blut

Der 52-Jährige erlitt zwei Rippenbrüche, Prellungen und Makrohämaturie: "Ich hatte zwei Wochen lang Blut im Urin und war insgesamt sieben Wochen lang im Krankenstand", schildert der Motorradfahrer vor Gericht.

Dass der Unfall überhaupt passiert ist, liegt wohl auch am Drogeneinfluss: "Mir kam der Beschuldigte eigenartig vor. Ich hatte ein ganz komisches Gefühl bei ihm", erklärt das Unfallopfer. Der Angeklagte selbst gibt an, am Tag bzw. am Vortag des Unfalls keine Drogen konsumiert zu haben: "Das war vielleicht eine Woche vorher."

450 Euro Strafe

Vor Gericht bekennt sich der 42-Jährige schuldig und erklärt: "Es tut mir leid. Das habe ich auch schon nach dem Unfall gesagt." Die Richterin bietet ihm eine Diversion an, die der Angeklagte dankbar annimmt.

Der Niederösterreicher muss 450 Euro plus die Verfahrenskosten in der Höhe von 100 Euro übernehmen. Zusätzlich muss er innerhalb von sechs Monaten den Schaden (3.354,18 Euro) plus 1.000 Euro Schmerzengeld bezahlen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.09.2026, 20:30