Bereits während der vergangenen Tage seien "potenziell größerer Drohnen" im Luftraum von Luxemburg gesichtet worden, sagte Premierminister Luc Frieden. In der Nacht auf Samstag dann wohl auch am Flughafen des kleinen NATO-Landes berichtet der "ORF".
Daher musste der Flugverkehr vorübergehend gestoppt werden. Insgesamt seien 1.800 Passagiere betroffen gewesen. Ganze 17 Flüge habe man nach Brüssel, Paris und Frankfurt umgeleitet. Der Vorfall führte jedenfalls zu einer Krisensitzung mit dem Verteidigungs- und Innenminister des Landes.
Aktuell würde die Causa von den luxemburgischen Behörden in Zusammenarbeit mit anderen NATO-Mitgliedsstaaten untersucht werden. Laut Frieden sei es jedoch noch zu früh, um sagen zu können, woher die Drohne stammt. Für Luxemburg sei die Situation jedenfalls neu gewesen.
In anderen europäischen Staaten kam es in der jüngeren Vergangenheit allerdings zu Vorfällen. So wurde eine mit Sprengstoff beladene Drohne am Leipziger Flughafen entdeckt. Die Deutschen machen dafür Russland verantwortlich.
Zu einem weiteren Vorfall kam Anfang September in Irland bei einem Besuch von US-Präsident Donald Trump. Damals wurde die Drohne über der Ostküste des Landes gesichtet. Im vergangenen Jahr gab es Drohnensichtungen über sensiblen Standorten in Belgien und Dänemark.