Ukraine schlägt zurück

Drohnenalarm über Moskau – Chaos an Flughäfen

Neue Drohnenangriffe auf Moskau sorgen für massive Probleme im Flugverkehr. Drei Flughäfen wurden gesperrt, zahlreiche Flüge verspäteten sich.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 16:12
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Die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland reißen nicht ab! In der Nacht auf Freitag (9. Oktober) kam es in der russischen Hauptstadt Moskau erneut zu massiven Einschränkungen im Flugverkehr. Gleich drei Flughäfen mussten zeitweise ihren Betrieb einstellen. Zahlreiche Passagiere saßen fest, Maschinen wurden umgeleitet.

Besonders betroffen waren die Flughäfen Wnukowo, Domodedowo und Schukowski. Dort ging zeitweise nichts mehr. Die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija verhängte aus Sicherheitsgründen Flugbeschränkungen. Die Sperren dauerten teilweise bis zu sieben Stunden.

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Über 130 Flüge verspätet

Für zahlreiche Reisende wurde die Nacht zur Geduldsprobe. Russischen Medienberichten zufolge waren am Freitagmorgen mehr als 130 Flüge verspätet. Mehrere Maschinen mussten auf andere Flughäfen ausweichen. Auch internationale Verbindungen waren betroffen.

Erst gegen 7 Uhr Moskauer Zeit wurden die nächtlichen Beschränkungen aufgehoben. Doch die Lage blieb angespannt: Auch am Freitagnachmittag kam es am Flughafen Scheremetjewo erneut zu kurzzeitigen Einschränkungen.

Drohnenangriff fordert Todesopfer

Die jüngsten Zwischenfälle folgen auf eine Serie schwerer Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadtregion. Erst am Donnerstag wurde die Stadt Podolsk südlich von Moskau getroffen.

Nach Angaben des Gouverneurs der Region, Andrej Worobjow, kam dabei ein 57-jähriger Mann ums Leben. Eine 37-jährige Frau wurde verletzt. Drei Autos gerieten in Brand, an einem Wohnhaus gingen Fensterscheiben zu Bruch.

Bereits am Dienstag hatte Moskau einen der schwersten Drohnenangriffe seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gemeldet. Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach damals von mehr als 650 Drohnen, die in Richtung Hauptstadt unterwegs gewesen seien.

Moskau zunehmend im Visier

Die Ukraine greift immer wieder Ziele tief im russischen Hinterland an. Dabei stehen insbesondere Energieanlagen, Treibstofflager und militärisch wichtige Einrichtungen im Fokus.

Mit den Angriffen will Kiew die russische Kriegsführung schwächen. Russland wiederum setzt seine massiven Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte fort. Auch in den vergangenen Tagen wurden dabei zahlreiche Menschen getötet.

Während der Flugbetrieb an den betroffenen Moskauer Flughäfen nach den nächtlichen Sperren wieder aufgenommen wurde, zeigen die neuerlichen Unterbrechungen: Auch weit entfernt von der Front bekommen Reisende in der russischen Hauptstadt die Folgen des Krieges zu spüren.

red,09.10.2026, 16:12