Ein ungewöhnlicher Name sorgt für internationale Schlagzeilen: Hitler Mussolini Simeón Flores hat die Bürgermeisterwahl im peruanischen Andenbezirk Queropalca gewonnen. Der 45-Jährige kandidierte für die Mitte-links-Partei Ahora Nación.
Simeón Flores erhielt 229 der 663 gültigen Stimmen – rund 34,5 Prozent. Sein nächster Konkurrent Gaspar Benilde Osorio Zambrano kam auf 204 Stimmen.
Queropalca liegt im Departamento Huánuco nördlich von Lima. Nach offiziellen Angaben von 2024 zählt der Bezirk etwas mehr als 730 Einwohner.
Der Name erinnert an die Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini. Eine entsprechende politische Gesinnung lässt sich daraus allein nicht ableiten.
Auch im Bezirk Yúngar hatte schon einmal ein Hitler gesiegt: Hitler Guesclin Alba Sánchez bezeichnete sich im Wahlkampf seiner Wiederkandidatur 2018 als "der gute Hitler".
Mit 47,7 % der Stimmen setzte er sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur Andina schlussendlich gegen seinen Konkurrenten Lenin Vladimir Rodríguez Valverde durch.
Hitlers Erklärung damals: Sein Vater habe die historische Belastung des Namens nicht gekannt. Er selbst habe keine Scheu vor dem Namen Hitler: "Er ist wie jeder andere Name auch. Für mich ist es so, als hieße ich Juan, Lucas oder Sebastián."
Und: Bei Regionalwahlen in Namibia wurde ebenfalls ein unglücklich benannter Mann Sieger. Adolf Hitler Uunona, so sein vollständiger Name, hatte 84,88 Prozent der Stimmen geholt.
Sein Vater habe ihn nach diesem Mann benannt und wohl nicht verstanden, wofür Adolf Hitler eigentlich stand, erklärt er 2020. Auch für ihn sei dies als Kind einfach ein Name gewesen. Erst im Erwachsenenalter habe er dann begriffen, dass dieser Mann "die ganze Welt unterwerfen wollte."
Jahre später ließ er seinen Namen ändern und das "Hitler" daraus streichen lassen. "Ich heiße nicht Adolf Hitler. Ich bin Adolf Uunona", betonte Uunona. Er sei dieses belastenden Namens, der weder seinen Charakter noch seine Ambitionen widerspiegele, leid geworden.