Trockengebiete verdreifacht

Dürre in Deutschland – 25 Mrd. Tonnen Wasser fehlen

Deutschlands Wasserspeicher verlieren massiv an Volumen. Satellitendaten zeigen ein wachsendes Defizit trotz einzelner Regenjahre.
Bernd Watzka
28.03.2026, 21:34
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Alarmierende Zahlen aus Deutschland: Die Wasserspeicher unseres Nachbarlandes schrumpfen seit Jahren deutlich. Laut neuen Satellitendaten fehlen inzwischen rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum langjährigen Schnitt, so eine neue Studie des GFZ-Helmholtz-Zentrums für Geoforschung.

Lücke beim Süßwasser verdoppelt

Die aktuellen Daten stammen von den GRACE-Satelliten, die bereits seit 2002 Veränderungen der globalen Wassermenge messen. Besonders brisant: Noch 2023 lag das Defizit bei etwa zehn Milliarden Tonnen - innerhalb kurzer Zeit hat sich die Lücke also mehr als verdoppelt.

Normale Wasserverhältnisse seltener

Auch weltweit zeigt sich ein klarer Trend. Früher übliche Wasserverhältnisse werden immer seltener. Während 2009 noch rund 75 Prozent der Landflächen im Gleichgewicht waren, sind es heute nur noch ein Drittel. Gleichzeitig hat sich die Gesamtfläche der Trockengebiete verdreifacht.

Europa zählt zu den besonders betroffenen Regionen. Seit etwa 2014 geht die Wasserspeicherung kontinuierlich zurück. Deutschland folgt diesem alarmierenden Trend.

Zuwenig in Europa und Vorderasien, zuviel in Afrika: Anomalien bei der weltweiten Verfügbarkeit von Süßwasser.
GRACE

Nur kurzfristige Entspannung

Ein regenreicheres Jahr wie 2024 brachte zwar kurzfristig Entspannung. Doch schon 2025 drehte sich die Lage wieder: Weniger Niederschlag und höhere Temperaturen sorgten dafür, dass Wasser schneller verdunstete und kaum im Boden gespeichert werden konnte.

Das Problem liegt vorwiegend unter der Oberfläche. Betroffen sind Grundwasser, Bodenfeuchte und andere unsichtbare Reserven. Genau diese sind aber entscheidend für Landwirtschaft und Wasserversorgung.

Dramatische Folgen der Dürre

Die Folgen der Dürre sind bereits spürbar: sinkende Pegelstände, trockenere Böden und geringere Ernten. Experten warnen, dass sich Nutzungskonflikte um Wasser weiter verschärfen könnten.

Fakt ist: Selbst Regenjahre reichen nicht mehr aus - Deutschlands Wasserhaushalt gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht. Und in Österreich ist die Situation nicht viel besser.

{title && {title} } bw, {title && {title} } 28.03.2026, 21:34
Jetzt E-Paper lesen