Dyson greift mit seinem neuen V10 Konical genau dort an, wo viele beim Staubsaugen die Nase rümpfen. Nicht das Saugen selbst ist das Problem, sondern das Entleeren danach. Mit dem Dyson V10 Konical bringt der Hersteller nun erstmals ein kabelloses Modell auf den Markt, das diesen Schritt automatisch erledigen soll. Möglich wird das durch eine eigene Dockingstation, das "Auto-empty Dok", das Reinigung, Entleerung, Laden und Aufbewahrung kombiniert. Heißt: Du stellst das Gerät nach dem Saugen einfach in die Station, den Rest übernimmt das System.
Der Staub wird automatisch aus dem 0,54-Liter-Behälter in einen größeren, versiegelten Behälter in der Station übertragen. Dieser fasst laut Hersteller bis zu 2,5 Liter und kann Schmutz von bis zu 60 Tagen aufnehmen. Dyson beschreibt das Entleeren selbst als "oft den unangenehmsten Teil beim Staubsaugen" und will genau diesen Punkt aus dem Alltag verbannen. Gleichzeitig wird der Akku geladen und Zubehör direkt mit verstaut. Die Station bietet Platz für drei Aufsätze, sodass alles an einem Ort bleibt.
Auch bei der Reinigung selbst setzt Dyson auf bekannte, aber weiterentwickelte Ansätze. Die neue "All Floors Cones"-Düse soll lange Haare und Tierhaare entwirren, bevor sie sich um die Bürstenrolle wickeln. Gerade in Haushalten mit langen Haaren oder mit Haustieren ist das ein Punkt, der oft Zeit kostet. Dazu kommt ein grüner Lichtstrahl an der Düse. Dieser macht feinen Staub auf Hartböden sichtbar, der sonst übersehen wird. Das verändert die Wahrnehmung beim Putzen: Du siehst sofort, wo noch etwas liegt, und gehst automatisch gründlicher darüber.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Filterung. Das Gerät arbeitet mit einem vollständig geschlossenen, fünfstufigen HEPA-System. Dieses soll 99,99 Prozent der Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikrometern aufnehmen. Das betrifft nicht nur den Betrieb, sondern auch den Moment der Entleerung in der Station. Gerade hier kann bei herkömmlichen Geräten Staub in die Luft gelangen. Dyson versucht, das durch ein versiegeltes System zu vermeiden, sodass die Luft, die wieder in den Raum gelangt, sauberer sein soll.
Beim Blick auf die Zahlen zeigt sich: Dyson bleibt im bekannten Rahmen seiner kabellosen Geräte. Die Saugkraft liegt bei 150 Airwatt, die maximale Laufzeit bei bis zu 60 Minuten. Der Akku ist austauschbar, wodurch sich die Laufzeit theoretisch verdoppeln lässt. Das kann vor allem in größeren Wohnungen oder Häusern relevant sein. Drei Leistungsmodi – Eco, Medium und Boost – erlauben eine Anpassung an den jeweiligen Bedarf. Mit 2,73 Kilogramm bleibt das Gerät im üblichen Bereich für kabellose Staubsauger.
Die Bedienung erfolgt über eine Einknopflösung, was den Umgang möglichst einfach halten soll. Die Dockingstation ist nicht nur für das neue Modell gedacht. Sie ist auch mit älteren Geräten wie dem Dyson V8 und dem V8 Cyclone kompatibel. Das bedeutet, dass bestehende Nutzer ihr System erweitern können, ohne komplett neu kaufen zu müssen. Auch Zubehör ist zwischen den Modellen austauschbar. Dyson verfolgt hier sichtbar den Ansatz, bestehende Geräte länger nutzbar zu machen.
Der Dyson V10 Konical kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 499 Euro. Die Dockingstation liegt bei 150 Euro, im Set werden 659 Euro fällig.