Ein völlig neuer Ansatz beim Nassputzen? Als Dyson den PencilWash im Februar 2026 vorstellte, klang das wie ein Versprechen an alle, die Nassreinigung noch mit Eimer und altem Mopp verbinden: ein elektrischer, kabelloser Nassreiniger, der schlank, leicht und intuitiv bedienbar ist. Dyson selbst bezeichnete den PencilWash als "hygienische Reinigung, Fleckenentfernung, schnelles Trocknen – in unserem schlanksten Design". Punkten soll der Nassreiniger außerdem durch ein müheloses Manövrieren indem er dort reinigt, "wo andere nicht hinkommen". Sprich: Der Griff lässt sich um 170 Grad neigen, damit der PencilWash sogar unter niedrige Möbel kommt. "Heute" hat den Dyson PencilWash ausführlich getestet.
Schon beim ersten Blick fällt auf, wie anders der PencilWash wirkt. Warum er uns trotzdem bekannt vorkommt? Weil er dem Dyson PencilVac sehr ähnlich ist. Der PencilVac ist Dysons schlankster und leichtester Staubsauger, der sich mit dem neuen PencilWash sogar einige Dinge wie den dünnen Griff mit einem Durchmesser von nur 38 Millimeter teilt. Ebenso liegt der PencilWash mit einem Preis von 349 Euro wie der PencilVac deutlich unter den Flaggschiffen der jeweiligen Geräteklasse. Statt eines klobigen Körpers gibt es einen dünnen Griff, der angenehm in der Hand liegt, das Gesamtgewicht von rund 2,2 Kilogramm (wobei der Griff alleine nur 380 Gramm wiegt) macht auch längeres Aufwischen komplett entspannt.
Das geringe Gewicht macht das Gerät spürbar leichter als herkömmliche Nassreiniger, die oft über fünf Kilogramm wiegen und beim Reinigen schnell anstrengend werden. Die Steuerung ist intuitiv: Ein Knopf am Griff schaltet den PencilWash ein, ein weiterer Knopf wählt einen der beiden Putzmodi aus. Mit einer leichten Drehung lässt sich der PencilWash um Stuhlbeine, Sofas oder andere Hindernisse lenken. Motor, Akku und Elektronik stecken im schlanken Griff, während sauberes Wasser in einem 300-Milliliter-Tank am Reinigungskopf untergebracht wird und schmutziges Wasser in einem 340-Milliliter-Behälter gesammelt wird. Eine motorisierte Mikrofaserwalze mit 64.000 Filamenten pro Quadratzentimeter sorgt für die Bodenreinigung.
Fliesen, Laminat, Vinyl oder versiegeltes Holz werden gründlich gereinigt – ohne Filter und ohne aktive Aufsaugfunktion. Zum Befüllen, Entleeren oder Reinigen lässt sich der Wischkopf mit einer Hand schnell und simpel vom Griff entfernen. Die Idee hinter dem schlanken und simplen Konzept: Nassputzen soll leichter, schneller und effizienter werden, ohne dass man große Geräte bewegen oder schwere Eimer tragen muss. Der PencilWash will ein schneller Wischhelfer für den täglichen Einsatz sein. Im Test zeigte sich, dass das Gerät das Versprechen weitestgehend einhält. Die Bürste rotiert automatisch, verteilt das Wasser gleichmäßig und entfernt Verschmutzungen nahezu selbstständig, während der Nutzer nur leicht führt.
Auf Fliesen, wie sie in manchen Küchen und Bädern üblich sind, zeigt der PencilWash auch in den Fugen eine solide Leistung. Laminat- und versiegelte Holzböden werden schonend behandelt: Es entstehen keine Pfützen und der Boden wird nicht aufgeweicht. Vinylböden, die in Kinderzimmern oder Küchen oft vorkommen, profitieren ebenfalls von der feinen Mikrofaserbürste, die Staub, Krümel und Flüssigkeitsspuren zuverlässig aufnimmt. Der Dyson PencilWash ist auf Hartböden daheim, für "weiche Untergründe" wie Teppiche ist er nicht gemacht. Das Gerät eignet sich für regelmäßige Reinigung, bei der kleinere Verschmutzungen wie verschüttete Getränke, Krümel oder Schuhabdrücke schnell beseitigt werden.
Große Flüssigkeitsmengen oder extreme Verschmutzungen wie Schlamm nach einem Regenspaziergang sollten jedoch nicht mit dem Gerät behandelt werden – hier stößt der PencilWash an seine Grenzen, vor allem weil eine aktive Aufsaugfunktion für Schmutz fehlt. Im direkten Vergleich zu herkömmlichen Mopps oder Nasssaugern fällt die Leichtigkeit und Wendigkeit extrem positiv auf. 2,2 Kilogramm Gesamtgewicht, davon nur 380 Gramm beim Griff, machen das Führen sehr angenehm. Konkurrenten erfordern oft Drücken und Muskelkraft, besonders bei Laminat oder Fliesen, während der PencilWash gleitet. Die Reinigungsleistung ist für Alltags-Verschmutzungen vergleichbar mit hochwertigen Nasssaugern.
Wer große Wassermengen aufsaugen oder sehr starke Verschmutzungen beseitigen will, ist dagegen mit einem klassischen Nasssauger besser beraten. Doch für die meisten Wohnungen reicht der PencilWash mehr als aus. Im Herzen des PencilWash arbeitet ein kompakter Digitalmotor, der die Bürstenwalze mit bis zu 2.000 Umdrehungen pro Minute antreibt. Diese hohe Drehzahl sorgt dafür, dass selbst eingetrocknete Krümel, Staub und kleinere Flüssigkeitsspuren effizient entfernt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Mopps oder manuellen Walzen spart dies deutlich Zeit und Kraft – nicht nur beim Aufwischen, sondern auch danach. Die gewischten Böden sind nämlich bereits Minuten später wieder trocken.
Der PencilWash ist mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der bis zu 30 Minuten Laufzeit im Standardmodus ermöglicht. In unseren Tests reichte diese Zeit für eine normale Wohnung mit etwa 80 Quadratmeter Fläche locker aus, selbst bei gründlicher Reinigung von Küche, Wohnzimmer und Bad. Dyson selbst gibt an, dass der 300-Milliliter-Tank für eine Fläche von 100 Quadratmetern ausreicht. Im "Max"-Modus für punktuelle Reinigung von hartnäckigen Flecken sinkt die Reinigungszeit auf knapp zehn Minuten ab – für den Dauereinsatz ist dieser Modus aber ohnehin nicht gedacht. Voll aufgeladen ist der Akku des PencilWash in der im Lieferumfang enthaltenen Aufladestation übrigens nach etwa drei Stunden.
Ein Highlight ist die integrierte Sensorik. Sie passt die Geschwindigkeit der Bürste und die Wasserzufuhr automatisch an die Verschmutzung und Bodenart an. So wird der Boden gleichmäßig gereinigt, empfindliche Oberflächen geschont, und es entstehen keine nassen Stellen, die zu Pfützen oder Rutschgefahr führen könnten. Das Gerät arbeitet eigenständig, ohne dass man während des Putzens Einstellungen ändern muss. Dyson liefert den PencilWash wie bereits den PencilVac nur mit dem nötigsten Zubehör: Dyson PencilWash-Motorgriff, Elektrobürste, Ladestation für das Rohr und aufsteckbare Abtropfschale für die Bürste. Separat bietet Dyson zudem Ersatzteile und ein "probiotisches Reinigungsmittel" an.
Die Komponenten des PencilWash – der Motorgriff und die Bürste – lassen sich sehr einfach entfernen und danach wieder zusammensetzen, was die Handhabung besonders erleichtert. Praktisch: Die Bürste lässt sich unter fließendem Wasser reinigen und ist danach wieder sofort einsatzbereit, die beiden Tanks lassen sich einfach ausspülen. Die neigbare Bauweise des Wischers ist ein weiterer Pluspunkt. Der PencilWash beziehungsweise der Motorgriff lässt sich bis zu 170 Grad neigen, während die Bürste flach am Boden aufliegt. So kann man problemlos unter niedrigen Möbeln wie Sideboards, Sofas oder Betten reinigen und muss die Möbelstücke nicht anheben oder verrücken. Gewechselt werden soll die Bürste übrigens alle sechs Monate.
Eine App oder WLAN-Verbindung ist nicht integriert – anders als beim Schwesternmodell Dyson PencilVac. Alle Anpassungen erfolgen beim PencilWash über die interne Sensorik, die selbstständig Geschwindigkeit, Bürstendrehung und Wasserzufuhr reguliert. Das sorgt für direkt einsatzbereite Bedienung ohne komplizierte Einrichtung. Man kann das Gerät einfach einschalten, über den Boden führen und sich darauf verlassen, dass es optimale Ergebnisse liefert. Fehler oder Probleme soll ein kleines LED-Display anzeigen, diese bleiben im zweiwöchigen Test aber aus. Im täglichen Einsatz zeigt der PencilWash seine Stärken besonders in Haushalten mit mehreren Personen, Kindern oder Haustieren.
Verschüttete Getränke, Krümel von Snacks oder Staub und Erdreste nach einem Spaziergang lassen sich mühelos entfernen. Selbst kleinere Tierhaare bleiben nicht auf den Böden zurück und lassen sich leicht von der Bürstenwalze entfernen. Die Wendigkeit des Geräts erleichtert die Reinigung in engen Bereichen. Stuhlbeine, Sofas, Sideboards oder niedrige Regale sind kein Problem. Durch die leichte Führung und die automatische Bürstenrotation lässt sich der PencilWash ohne Kraftaufwand über den Boden bewegen. Der Boden wird sauber und feucht, aber nicht nass, was besonders für Holz- und Laminatböden wichtig ist, um Aufquellen oder Schäden zu vermeiden. Die Trocknung der behandelten Böden dauert nur wenige Minuten.
Der Dyson PencilWash macht Schluss mit Eimer und Mopp: Einfache Handhabung, gute Reinigungsleistung, viel Wendigkeit. Kleine Verschmutzungen sind schnell erledigt, große Aufgaben liegen ihm weniger. Wer Komfort sucht und den Preis nicht scheut, bekommt einen praktischen Helfer für den Haushalt.
Der Dyson PencilWash kostet in Österreich etwa 349 Euro. Im Vergleich zu klassischen Mopps oder Nassreinigern ist das ein hoher Preis, dafür überzeugt er aber durch Design, Technik, Wendigkeit und das filterfreie Konzept. Günstigere Geräte erfordern oft mehr Kraftaufwand, größere Tanks und aufwendige Reinigung der Bürsten oder Filter. Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren, erhält ein hochwertiges Gerät, das Alltag und Hausarbeit spürbar erleichtert. Der Dyson PencilWash ist ein Spezialist für die tägliche Hartbodenreinigung. Seine Stärken liegen in Wendigkeit, leichter Handhabung, schneller Reinigung und einfacher Pflege. Grenzen zeigt das Gerät bei großen Flüssigkeitsmengen oder extremen Verschmutzungen.