Zwischen Duft und Dreck

Gewand & Co: Was du zu oft wäschst – und was zu selten

Zu häufiges Waschen kostet Farbe, Form und Ressourcen. Gleichzeitig übersehen wir echte Keimfallen.
Heute Life
11.02.2026, 16:04
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Die Waschmaschine gehört zu den meistgenutzten Geräten im Haushalt – und läuft öfter, als es eigentlich nötig wäre. Aus Gewohnheit, aus Angst vor Gerüchen oder einfach, weil es sich richtig anfühlt. Doch während manche Textilien viel zu früh im Wäschekorb landen, werden andere erstaunlich lange ignoriert.

Weniger ist oft mehr

Grundsätzlich gilt: Was nicht riecht und keine Flecken hat, muss nicht sofort in die Maschine. Viele Kleidungsstücke lassen sich ganz einfach auffrischen, indem man sie an die frische Luft hängt – idealerweise auf dem Balkon oder der Terrasse. Leichte Gerüche verfliegen dabei oft von selbst.

Doch Auslüften ersetzt nicht jede Wäsche. Kleidung mit engem Hautkontakt – etwa T-Shirts – sollte spätestens nach dem zweiten Tragen gewaschen werden. Unterwäsche und Socken gehören dagegen nach einmaligem Gebrauch direkt in die Trommel. Hier sammeln sich Schweiß, Hautpartikel und Keime besonders schnell.

Diese Stücke landen zu oft in der Waschmaschine

Gerade bei bestimmten Kleidungsstücken neigen wir jedoch zu übertriebener Hygiene: Das kostet nicht nur Ressourcen, sondern verkürzt auch die Lebensdauer der Textilien.

1
BHs
Zwar werden BHs direkt auf der Haut getragen, doch sie nehmen deutlich weniger Schweiß auf als Unterwäsche. Sofern sie nicht stark durchgeschwitzt sind, können diese mehrmals getragen werden.
2
Funktionskleidung
Funktionskleidung ist speziell dafür gemacht, mit Feuchtigkeit und Belastung umzugehen. Wurde sie beim Sport nicht stark beansprucht oder riecht sie nicht unangenehm, reicht gründliches Auslüften oft aus.
3
Jeans
Jeans gehören ebenfalls zu den Klassikern, die zu häufig gewaschen werden. Der Stoff verliert in der Maschine schnell an Form und Farbe. Hersteller empfehlen oft, sie möglichst selten zu waschen und stattdessen zu lüften: Bei Bedarf genügt eine kalte Handwäsche.
4
Pullover, Hoodies & Cardigans
Die Teile werden meist über anderen Kleidungsstücken getragen und kommen kaum direkt mit Schweiß in Kontakt.
5
Hosen und Röcke
Ähnlich verhält es sich mit Hosen und Röcken. Auch sie müssen nicht nach jedem Tragen gewaschen werden, solange kein sichtbarer Schmutz oder Gerüche vorhanden sind.

Schmutzig ist nicht, was nur "getragen" wurde. Entscheidend sind sichtbare Flecken oder ein säuerlicher, muffiger Geruch – ein Zeichen dafür, dass Keime begonnen haben, organische Rückstände abzubauen.

Diese Textilien waschen wir dagegen zu selten

Während Kleidung oft zu schnell in der Maschine landet, gibt es im Haushalt echte Hygiene-Blindspots.

1
Bettwäsche
Diese sollte mindestens alle vier Wochen gewechselt werden, im Sommer oder bei starkem Schwitzen deutlich häufiger. Wer nackt schläft, sollte noch regelmäßiger waschen.
2
Geschirrtücher
Die Putzfetzen sind wahre Keimfallen: Sie saugen Feuchtigkeit, Essensreste und Seifenrückstände auf – ideale Bedingungen für Bakterien. Sie wöchentlich zu wechseln ist Pflicht.
3
Handtücher
Auch Handtücher, die täglich benutzt werden, gehören einmal pro Woche gewaschen. Sie nehmen nicht nur Wasser, sondern auch Schweiß, Hautschüppchen und Fett auf. Bleiben sie feucht, werden sie schnell zur Brutstätte für Keime.

Darüber hinaus geraten viele Textilien im Alltag in Vergessenheit: Duschvorhänge, Gardinen, Kissenbezüge, Kuscheltiere, Schals, Decken oder Teppiche werden häufig viel zu selten gereinigt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 11.02.2026, 16:06, 11.02.2026, 16:04
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