E-Lkw, E-Müllautos

E-Offensive – 50 Firmen sparen schon 2.000 Tonnen CO₂

Immer mehr Wiener Unternehmen steigen auf emissionsfreie Fahrzeuge um. Bereits 50 Betriebe nehmen am Projekt "Zero Emission Transport" teil.
Wien Heute
12.05.2026, 14:18
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Immer mehr Wiener Unternehmen steigen beim Wirtschaftsverkehr auf emissionsfreie Fahrzeuge um. Das Projekt "Zero Emission Transport" (ZET) der Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit der Stadt Wien hat jetzt den nächsten Meilenstein erreicht: Bereits 50 Betriebe machen mit und fahren in der Innenstadt elektrisch oder emissionsfrei.

Seit dem Start im Juni 2024 wurden laut Wirtschaftskammer fast 5,1 Millionen Kilometer ohne direkte Emissionen zurückgelegt. Dadurch konnten knapp 2.000 Tonnen CO2 sowie mehr als eine Tonne Stickoxide eingespart werden. Zum Vergleich: Diese CO2-Menge würde sonst erst von rund 150 Hektar Wald in einem Jahr aufgenommen werden – das entspricht sogar etwas mehr als der Fläche von Mariahilf.

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Spezialfahrzeuge fahren mit Strom

Mit dabei sind längst nicht nur klassische Lieferdienste oder Firmenautos. Auch schwere Spezialfahrzeuge kommen inzwischen elektrisch zum Einsatz. "Bei ZET sind unter anderem vollelektrische Busse, Müllfahrzeuge oder Lkw mit Ladekran unterwegs", sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. "Eine spannende Erkenntnis des Projekts ist, dass sich Unternehmen eine viel größere Verfügbarkeit von emissionsfreien Spezialfahrzeugen am Markt wünschen – die Nachfrage ist erwiesenermaßen da."

Ruck sieht darin einen wichtigen Wandel im Wirtschaftsverkehr: "Unsere Unternehmen beweisen, dass klimafreundliche Mobilität im Wirtschaftsverkehr nicht mehr nur ein Zukunftsthema ist, sondern schon heute im Alltag funktioniert."

Ankerbrot neu an Bord

Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hebt die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wirtschaft hervor. "Dass sich mittlerweile 50 Unternehmen an 'Zero Emission Transport' beteiligen, zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt Wien und Wiener Wirtschaftskammer funktioniert", betont Ludwig. Wien sende damit "ein starkes Signal für den Klimaschutz, für die Lebensqualität in unserer Stadt und für einen zukunftsfitten Wirtschaftsstandort".

Zu den neuen Teilnehmern zählt auch Ankerbrot. Das Traditionsunternehmen will seinen Fuhrpark schrittweise elektrifizieren. "CO2-armer Transport in der Stadt ist für uns daher ein zentrales Thema", erklärt Tina Schrettner, Geschäftsführerin Marketing, Filialvertrieb und Nachhaltigkeit bei Ankerbrot. "Unser gesamter Fuhrpark wird schrittweise auf E-Mobilität umgestellt und die ersten Anker-E-Fahrzeuge sind bereits in Wien im Einsatz."

Entsorgungsunternehmen überzeugt

Auch der Baukonzern "Porr" beteiligt sich nun an der Initiative. CEO Karl-Heinz Strauss sieht darin einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Städte: "Kein Unternehmen kann diese Transformation allein bewältigen. Genau deshalb sind Initiativen wie 'Zero Emission Transport' entscheidend."

Bereits seit Beginn mit dabei ist das Entsorgungsunternehmen Saubermacher. Das Unternehmen setzt in Wien aktuell neun elektrische Lkw ein. Gründer Hans Roth betont vor allem die Vorteile für Anrainer: "Gerade im städtischen Raum profitieren unsere Kund*innen von emissionsärmerer und leiserer Sammlung."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.05.2026, 14:21, 12.05.2026, 14:18
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