Riecht das gut?

"Eau de Spittelau"– Wiener Müllverbrennung als Raumduft

Ein Raumduft, inspiriert von der Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien: Was als Scherz begann, kommt wirklich auf den Markt – so riecht er!
Wien Heute
20.08.2026, 10:43
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Das ist ein ganz besonderes Duft-Erlebnis: Wien Energie bringt das "Eau de Spittelau" in limitierter Auflage auf den Markt. Der Raumduft soll den besonderen Charakter der berühmten Müllverbrennungsanlage einfangen – und kommt stilecht im kleinen Hundertwasser-Flakon.

Die Idee entstand ursprünglich als Aprilscherz, sorgte anschließend in den sozialen Medien für so viel Begeisterung, dass Wien Energie sie kurzerhand Realität werden ließ. Zu kaufen gibt es den ungewöhnlichen Duft allerdings nicht: Die wenigen Exemplare werden ausschließlich bei Verlosungen, unter anderem über die Social-Media-Kanäle von Wien Energie, vergeben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Was riecht nach Spittelau?

Für die Duftkreation arbeitete Wien Energie mit der Wiener Traditionsapotheke Saint Charles zusammen. Verwendet werden ausschließlich naturreine ätherische Öle in Bio-Qualität.

Lavendel und Johanniskraut

Die Duftkomposition ist dabei durchaus ungewöhnlich: Lavendel und Johanniskraut, die auf dem Gelände und auf den begrünten Flächen der Spittelau wachsen, bilden die florale Basis. Ylang-Ylang und Palmarosa sorgen für weitere blumige Noten. Orange soll an die nachhaltige Kühlung erinnern, die Wien Energie unter anderem in der Fernkältezentrale Spittelau erzeugt. Für den etwas rauchig-herben Charakter der Müllverbrennung sorgen schließlich Patchouli und Vetiver – gar nicht schlecht!

Handarbeit aus Wien

Beim Flakon setzt Wien Energie auf Wiener Handwerk. Glasbläser Christian Mann fertigte jedes einzelne Gefäß in seiner Werkstätte von Hand. Damit ist jeder Flakon ein Unikat.

Das Design ist eine Miniatur-Hommage an das wohl auffälligste Detail der Spittelau: den von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Kamin mit seiner goldenen Kuppel. Selbst wenn der Duft längst verflogen ist, soll die kleine "Mini-Spittelau" damit noch als Sammlerstück bleiben.

250.000 Tonnen Restmüll

Die echte Spittelau verarbeitet jährlich rund 250.000 Tonnen Restmüll. Aus dem Abfall wird Energie gewonnen: Rund 76.000 Wiener Haushalte werden pro Jahr mit Fernwärme versorgt, zusätzlich kann Strom für etwa 30.000 Haushalte erzeugt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.08.2026, 10:52, 20.08.2026, 10:43