Das Thema erregt seit Jahren die Gemüter. Zwar sind bestimmte problematische Begriffe in der Dienstleistungswirtschaft und Lebensmittelbranche schon lange verpönt – wie zum Beispiel "Negerbrot", "Negerkuss" oder "Mohr im Hemd". Leider kommt es immer wieder zu bedenklichen Ausritten.
Jüngstes Beispiel: Ein Mann aus Oberösterreich machte einen Ausflug nach Bayern (Deutschland) und verstand die Welt nicht mehr. Der Angestellte wollte am Abend in einer landestypischen Wirtsstube ein Krügerl Bier genießen.
Irritierender Moment beim Blick auf die Karte: Zwei Getränke trugen die Bezeichnungen "Nega" und "Russen". Bei ersterem handelt es sich um die bekannte Mischung aus Weißbier und Cola, beim anderen wird dem Hopfensaft Zitronenlimo hinzugefügt. "Echt jetzt?", war der Tourist völlig baff. "Hier scheint die Zeit auf eine geschmacklose Art stehengeblieben zu sein."
Weil er schon einmal da war, gönnte sich der Kunde dennoch eine Erfrischung. Eines weiß er aber mit Sicherheit: "Das Lokal wird mich nie wieder sehen."
Auch ein anderer umstrittener Begriff wird noch immer verwendet: So bezeichnen einige Gastronomen das aus Ungarn stammende Kalbsschnitzel mit Paprikasauce nach wie vor als "Zigeunerschnitzel". Der bekannte Betrieb Moser Metzger aus Sigharting (Bez. Schärding) etwa preist seine Ware mit diesem höchst kontroversen Ausdruck aus.