Ein Villacher Ehepaar steht im Verdacht, mehrere Unternehmen um einen sechsstelligen Betrag geschädigt zu haben. Der 40-jährige Mann und seine 39-jährige Ehefrau waren als Geschäftsführer und Gesellschafter mehrerer Gesellschaften tätig.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Anzeige wegen Betrugs im Zusammenhang mit Sanierungs- und Umbauarbeiten im Dezember 2025. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich laut Polizei heraus, dass über einen längeren Zeitraum Waren und Dienstleistungen – vor allem aus dem Baustoffhandel – auf Lieferschein bezogen worden sein sollen. Die entsprechenden Rechnungen sollen anschließend nicht bezahlt worden sein.
Im Februar 2026 wurden die Gewerbe- und Wohnräumlichkeiten des Ehepaars über Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt durchsucht, wie die "Kleine Zeitung" berichtet. Dabei stellten die Ermittler zahlreiche Firmen- und Buchhaltungsunterlagen, elektronische Datenträger, Mobiltelefone sowie weitere wirtschaftliche Aufzeichnungen sicher. Diese Unterlagen wurden in den folgenden Monaten ausgewertet.
Laut den bisherigen Ermittlungen sollen im Zeitraum von Juni bis November 2025 insgesamt 18 Unternehmen, überwiegend aus Kärnten, um mehrere hunderttausend Euro geschädigt worden sein.
Der 40-Jährige zeigte sich bei seiner Einvernahme weitgehend geständig. Seine Ehefrau machte von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Nach Abschluss der Ermittlungen werden beide wegen des Verdachts des schweren Betruges bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt.