Das letzte aktive Bundes-Asylquartier in Kärnten sperrt zu. Mit 1. Oktober stellt die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) den Betrieb der Einrichtung in Ledenitzen ein, das berichtet die Kleine Zeitung. Das Quartier bleibt allerdings als Reserve bestehen und kann bei steigendem Bedarf wieder geöffnet werden.
Als Grund für die Stilllegung nennt die BBU die deutlich gesunkenen Asylzahlen. Platz hätte es in Ledenitzen für bis zu 80 Personen gegeben.
Ende August waren noch rund 40 Asylwerber in der Einrichtung untergebracht. Sie wurden mittlerweile auf Quartiere in Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich verteilt, so die Kleine Zeitung.
Die Schließung hat auch Folgen für die Beschäftigten. Insgesamt sind 16 Mitarbeiter betroffen. Öffentlich Bedienstete sollen versetzt werden, von einem Teil der Mitarbeiter trennt sich die BBU. Für die Betroffenen ist ein Sozialplan mit Einmalzahlungen vorgesehen.
In Finkenstein war das Asylquartier schon länger ein Thema. Bereits im Februar 2025 hatte die Gemeinde parteiübergreifend dessen Schließung gefordert. Als Gründe wurden die wachsende Unsicherheit in der Bevölkerung sowie die Unterbringung von Erwachsenen neben unbegleiteten Minderjährigen genannt.
Bürgermeister Christian Poglitsch begrüßt die aktuelle Entscheidung, will aber noch weitergehen: "Das ist der erste Schritt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unseren Anteil an der Quote erfüllt", sagt er in der Kleinen Zeitung.
Sein Ziel bleibt die endgültige Schließung des Standorts. Vorerst bleibt die Anlage allerdings in Reserve. Sollte der Bedarf wieder steigen, kann sie erneut aktiviert werden.