Ein kleines Tier verursacht gigantische Folgen. Nach der schweren Störung auf der Ostbahn ist jetzt klar, was den Kabelbrand ausgelöst hat. Laut Polizei dürfte ein Eichhörnchen in eine Starkstromleitung geraten sein. Für Tausende Pendler bedeutet der Vorfall weiterhin Ausfälle und längere Wege.
Die Störung ereignete sich am Samstagvormittag beim Bahnhof Götzendorf im Bezirk Bruck an der Leitha. Wegen starker Rauchentwicklung wurde die Polizei zunächst zu einer Explosion alarmiert.
Wie Polizeisprecherin Manuela Weinkirn gegenüber noe.ORF.at erklärte, zeigte sich vor Ort ein anderes Bild: Ein Eichhörnchen dürfte auf einem Oberleitungssteher in die 15-kV-Starkstromleitung geraten sein.
Dadurch wurde laut Polizei ein massiver Erdschluss ausgelöst. Die Oberleitung brannte durch und riss ab, auf einer Länge von rund 20 Metern brannten Kabel aus.
Die Folgen bekommen Bahnfahrer noch mehrere Tage zu spüren. Die Reparaturarbeiten sollen mindestens bis Mittwoch dauern.
Besonders betroffen ist der Nahverkehr zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha. Dort fallen die Züge aus, für Fahrgäste wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Im Fernverkehr fahren Railjet- und RegioJet-Züge planmäßig und halten zusätzlich in Bruck an der Leitha und Gramatneusiedl. Dadurch sollen Verbindungen in Richtung Bratislava und Wien Hauptbahnhof sichergestellt werden.
ÖBB-Tickets werden zwischen Wien und Hegyeshalom auch in RegioJet-Zügen anerkannt. Bei den Eurocity-Verbindungen gibt es hingegen weiterhin Ausfälle, lediglich einzelne Züge verkehren.