73 Jahre musste Italien auf diesen Moment warten. Mit seinem dritten Platz beim Großen Preis von Mexiko krönte sich Kimi Antonelli zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten und beendete gleichzeitig eine jahrzehntelange Durststrecke. Erstmals seit Alberto Ascari im Jahr 1953 steht wieder ein Italiener an der Spitze der Königsklasse. Die heimische Presse überschlägt sich vor Begeisterung.
"Antonelli, du bist eine Legende", titelt der "Corriere dello Sport" und spricht von einem historischen Tag für ganz Italien. Das Mercedes-Wunderkind habe in Mexiko eine unglaubliche Leistung vollbracht und sich damit endgültig in die Geschichtsbücher eingetragen.
Noch emotionaler wird die "La Repubblica". Sie erzählt die "fabelhafte Geschichte des ganz normalen Jungen" und bezeichnet Antonelli als den "Künstler, der uns seit 73 Jahren gefehlt hat". Ganz Italien lache und weine mit seinem neuen Formel-1-Helden.
Auch die "Gazzetta dello Sport" widmet dem frischgebackenen Weltmeister eine Liebeserklärung. Antonelli sei ein "ganz normales Ausnahmetalent", das die Formel 1 verzaubert habe. Der 20-Jährige habe sich wie ein abgeklärter Champion an die Spitze gekämpft und stehe für eine neue Ära des Motorsports.
Der "Corriere della Sera" feiert den "schnellsten Italiener der Welt", während "Tuttosport" den historischen Triumph mit den Worten "Legendärer Antonelli: Ein Italiener schreibt wieder Geschichte!" würdigt.
Nicht nur in Italien sorgt der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte für Schlagzeilen. Die britische "Daily Mail" hebt hervor, dass Antonelli trotz der enormen Anspannung beim Grand Prix von Mexiko im Alter von nur 20 Jahren und 68 Tagen Geschichte geschrieben habe.
Der "Independent" sieht im dritten Platz von Mexiko den passenden Abschluss einer nahezu makellosen Saison. Bereits eine Woche zuvor hatte der Mercedes-Pilot in Austin mit einem Start-Ziel-Sieg überzeugt.
In Spanien feiert die "Marca" den Italiener als neuen Helden. Besonders die Tränen nach der Zieldurchfahrt hätten gezeigt, welche Bedeutung der Titel für den jungen Rennfahrer habe. Die Zeitung "Sport" würdigt ihn als "Ein Junge aus Bologna, der in der Formel 1 Geschichte schreibt", während die "AS" vom "Sieger eines Kampfes der Giganten" spricht.
Auch die französischen Medien zeigen sich beeindruckt. Die Sportzeitung "L'Équipe" beschreibt Antonelli als "Ein großes Kind mit den Reflexen eines Champions" und erinnert daran, dass Mercedes den Italiener bereits seit seiner Kindheit gefördert hat.
"Le Monde" sieht im Titelgewinn vor allem eine Bestätigung für die Nachwuchsarbeit der Silberpfeile. Mit dem jüngsten Weltmeister aller Zeiten habe Mercedes seine große Wette gewonnen.