"Gegen mich gearbeitet"

Riesen Ferrari-Streit – Hamilton geht auf Leclerc los

Bei Ferrari ist nach dem Grand Prix von Mexiko Feuer am Dach. Lewis Hamilton erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Teamkollegen Charles Leclerc.
02.11.2026, 07:43
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Ein möglicher Ferrari-Doppelsieg endete in einem handfesten Streit zwischen den beiden Fahrern. Lewis Hamilton und Charles Leclerc gerieten beim Großen Preis von Mexiko bereits in der ersten Kurve aneinander. Nach dem Rennen machte der siebenfache Weltmeister seinem Ärger Luft und rechnete mit seinem Teamkollegen beinhart ab.

"Ich bin echt sauer. Wir hätten locker einen Doppelsieg einfahren können. Das Tempo dafür hatten wir. Aber wenn dein Teamkollege gegen dich arbeitet und du dann so Positionen verlierst, ist das definitiv hart", schimpfte Hamilton.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Dabei hatte das Rennwochenende für den Briten vielversprechend begonnen. Mit seiner 105. Karriere-Pole sicherte er sich den besten Startplatz, Leclerc ging als Dritter ins Rennen. Doch schon wenige Sekunden nach dem Start eskalierte das teaminterne Duell.

Strafe nach Start-Eklat

Leclerc attackierte seinen Teamkollegen in der ersten Kurve, drängte ihn von der Strecke und kürzte anschließend selbst ab. Der Monegasse kam vor Hamilton zurück auf den Kurs und übernahm die Führung.

Die Rennkommissare griffen ein und verhängten eine Fünf-Sekunden-Strafe gegen Leclerc. Am Ende feierte Red-Bull-Star Max Verstappen den Sieg. Deshalb stellte Hamilton nach dem Rennen die Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen infrage. Der 41-Jährige kündigte ein Vier-Augen-Gespräch an und forderte klare Konsequenzen.

"Muss sich etwas ändern"

"Wir haben keine Regeln für die Zusammenarbeit, und ob das von Charles' Seite aus etwas ändern wird, weiß ich nicht", erklärte der Rekordweltmeister. "Aber es muss sich auf jeden Fall etwas ändern."

Auch persönlich teilte Hamilton gegen Leclerc aus. "Der Kerl ist 29 Jahre alt, also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt. Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität."

Leclerc sieht Schuld auch Hamilton

Der Ferrari-Teamkollege zeigte sich von der Kritik wenig beeindruckt und verwies auf Hamiltons Verhalten beim Start. "Ich könnte mich natürlich auch darüber ärgern, wie sehr er mich in Kurve 1 von der Strecke gedrängt hat", entgegnete Leclerc.

Der 29-Jährige wollte die Situation allerdings nicht überbewerten. "Aber ich denke, so ist das eben im Rennsport. Wenn man um den Sieg kämpft, gehört das einfach dazu."

Auch Teamchef Fred Vasseur musste nach dem verpassten Erfolg erst einmal seinen Frust verarbeiten. Der Franzose hatte nach der starken Ausgangsposition fest mit einem möglichen Sieg gerechnet.

"Wenn man in Kurve 4 auf Platz 1 oder 2 liegt, kommt einem gar nicht in den Sinn, dass man das Rennen nicht gewinnen könnte", erklärte Vasseur. Und weiter: "Das ist sehr frustrierend für mich, aber ich bin nicht der Wichtigste – es ist sehr frustrierend für die 2.000 Menschen, die an diesem Projekt arbeiten. Und das werde ich erst einmal verdauen müssen."

red, 02.11.2026, 07:43