Österreich ist erfolgreich in die neue Nations-League-Saison gestartet. Auch ohne prominente Namen wie David Alaba, Marko Arnautovic oder Marcel Sabitzer feierte das ÖFB-Team gegen Israel einen späten Heimsieg.
Für reichlich Gesprächsstoff sorgte allerdings eine Szene nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Israelis. Torschütze Sayed Abu Farkhi sah unmittelbar nach seinem Treffer Gelb-Rot – ausgerechnet wegen seines Torjubels.
Der bereits verwarnte Angreifer zog die Eckfahne aus der Verankerung und zeigte eine Geste, die als angedeutetes Abfeuern eines Gewehrs interpretiert werden konnte. Bei den österreichischen Spielern stieß die Aktion nach der Partie auf wenig Verständnis.
"Ich glaube, in der Phase, in der das Land steckt bzw. in der wir aktuell sind, ist das einfach dämlich", sagte Patrick Wimmer. "Ich glaube, so etwas hat im Fußball generell nicht viel verloren und gerade in der Situation, in der sie stehen, glaube ich, umso weniger."
Philipp Mwene bezeichnete den Jubel ebenfalls als "dumm". Gerade weil der Schiedsrichter zuvor bereits schnell zu Gelben Karten gegriffen hatte, sei die Aktion unnötig gewesen. Nicolas Seiwald fand ebenfalls deutliche Worte: "Geht nicht, zurecht ausgeschlossen worden."
Der Platzverweis spielte den Österreichern schließlich in die Karten. Obwohl Israel kurz zuvor den Ausgleich erzielt hatte, kippte das Momentum durch die Gelb-Rote Karte wieder zugunsten des ÖFB-Teams.
"Wir haben dann gedrückt. Und vielleicht sollte es im Endeffekt auch so sein, dass wir dadurch dann auch das Spiel gewonnen haben", erklärte Seiwald.
Viel Zeit zum Feiern bleibt den Österreichern nicht. Bereits am Sonntag um 18 Uhr wartet im fast ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion das nächste Nations-League-Spiel. Gegner ist der Kosovo mit Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda.