Dem ÖFB-Team ist ein erfolgreicher Start in die UEFA Nations League gelungen. Beim Sieg gegen Israel spielte ausgerechnet Saied Abu Farchi mit seinem Platzverweis eine entscheidende Rolle.
Der israelische Stürmer erzielte in Linz zunächst den zwischenzeitlichen Ausgleich und sorgte anschließend mit seinem Torjubel für Aufsehen. Abu Farchi zog die Eckfahne aus ihrer Verankerung und verwendete sie für seine Jubel-Geste.
Schiedsrichter Georgi Kabakov griff durch und zeigte dem 20-Jährigen Gelb-Rot. Besonders bitter: Abu Farchi hatte erst kurz zuvor nach einem Gerangel mit Kevin Danso bei einem Eckball seine erste Gelbe Karte gesehen.
Bei den israelischen Spielern sorgte der Ausschluss bereits auf dem Platz für großes Unverständnis. Auch nach dem Spiel konnte Teamchef Ran Ben Shimon die Entscheidung nur schwer nachvollziehen.
"Jedes Mal, wenn er ein Tor schießt, jubelt er genau so. Er hat noch nie dafür eine Gelbe Karte bekommen. Das ist seine Art, Tore zu bejubeln", erklärte Ben Shimon.
Was Abu Farchi mit seiner Geste genau darstellen wollte, blieb offen. "Da müssen Sie ihn fragen", meinte Israels Teamchef. Gleichzeitig nahm er sich selbst in die Verantwortung: "Er macht es immer wieder, es ist meine Schuld, dass ich es nicht gestoppt habe."
Besonders ärgerlich war für Ben Shimon der Zeitpunkt des Ausschlusses. Die Rote Karte sei im "schlechtesten Moment im Fußball" gekommen: "Nach einem Tor. Du hast Selbstvertrauen, während das andere Team vielleicht Stress bekommt."
Am Ende blieb bei Israel vor allem Enttäuschung zurück. Seine Mannschaft hätte "viel mehr aus dem Spiel mitnehmen können", bilanzierte Ben Shimon.