Einkaufen kostet Zeit und Geld, besonders bei steigenden Preisen für Lebensmittel. Nun verspricht eine Methode Abhilfe. Die 6-zu-1-Methode hilft, beides zu sparen.
Entwickelt wurde das Konzept vom us-amerikanischen Food-Blogger Will Coleman. Dadurch wird der Einkauf fast schon mathematisch aufgebaut. Die Idee ist, dass man nicht mit einer rezeptbasierten Liste einkaufen geht, sondern mit vorab definierten Mengenkontingenten.
Das Prinzip ist einfach: Sechs Gemüsesorten, fünf Obstsorten, vier Proteinquellen, drei Kohlenhydrate, zwei Saucen oder Aufstriche und ein Genussmittel bilden die Einkaufsliste. So bleibt der Einkauf übersichtlich. Grundzutaten sind zudem günstiger als stark verarbeitete Produkte. Durch die limitierte Auswahl an Produkten soll eine Priorisierung erzwungen werden.
Verbraucherzentralen empfehlen zusätzlich, Preise pro Kilogramm zu vergleichen, hungrig nicht einzukaufen, auf die Bückzone – dort sollen sich preiswertere Produkte verbergen – zu achten und Eigenmarken zu wählen.
Supermärkte setzen gezielt auf Tricks, die dich länger im Geschäft halten und zu spontanen Käufen verleiten. Genau hier setzt die Methode an: Wer sich strikte Kontingente auferlegt, durchkreuzt diese Strategie konsequent. Besonders effektiv ist die Regel bei Genussmitteln. Wenn nur eines erlaubt ist, bleibt die teure Quengelware an der Kassa meist im Regal und nicht im Wagerl.
Ganz ohne Haken ist der Ansatz aber nicht. Denn die Regel beschränkt nur die Menge, nicht den Preis. Wer zu teuren Produkten greift, kann trotz Disziplin ordentlich draufzahlen. Sechs Premium-Gemüsesorten schlagen schnell stärker zu Buche als ein durchdachter Einkauf.
Damit wird auch klar: Die perfekte Sparstrategie gibt es nicht. Für eine möglichst genaue Budgetkontrolle ist ein strikter Essensplan oft noch effektiver. Beim sogenannten Meal Prepping werden Zutaten exakt auf den Bedarf abgestimmt, wodurch weniger weggeworfen wird und die Kosten besser planbar sind.
Allerdings hat auch diese Methode ihren Preis. Die Planung ist aufwendig und im Alltag bleibt wenig Spielraum für spontane Gelüste oder Abwechslung am Teller.