Hohe Strompreise sorgen in vielen Haushalten für Kopfzerbrechen. Dabei verstecken sich die größten Stromfresser oft direkt vor unserer Nase. Mit ein paar einfachen Tricks kannst du zu Hause sofort Energie sparen – ganz ohne großen Aufwand.
Viele Elektrogeräte verbrauchen Strom, obwohl sie scheinbar ausgeschaltet sind. Der sogenannte Standby-Modus zählt zu den größten, aber oft übersehenen Energiefressern im Haushalt: Fernseher, Radios, Spielkonsolen oder Ladegeräte ziehen weiterhin Strom, solange sie an der Steckdose hängen.
Ein einfacher Trick: Geräte, die gerade nicht gebraucht werden, komplett vom Stromnetz trennen. Wer sich das tägliche Ein- und Ausstecken ersparen möchte, kann auf Steckdosenleisten mit Schalter setzen.
In der Küche lässt sich ebenfalls überraschend viel Strom sparen. Ein typischer Fehler: Der Wasserkocher wird automatisch bis zur Maximalmarke gefüllt, obwohl nur eine Tasse Tee oder Kaffee benötigt wird.
Dabei kostet jedes unnötig erhitzte Wasser Energie: Wer täglich nur die Menge erhitzt, die tatsächlich gebraucht wird, kann über das Jahr gerechnet spürbar Strom sparen. Tipp: Zuerst das Wasser in die Tasse oder den Topf füllen und danach genau diese Menge in den Wasserkocher geben. So wird nur das erhitzt, was wirklich benötigt wird.
Auch im Badezimmer steckt großes Sparpotenzial: Besonders bei der Waschmaschine lassen sich mit wenigen Gewohnheitsänderungen mehrere Kilowattstunden Strom im Jahr sparen.
Am wichtigsten: Die Maschine nur starten, wenn sie gut gefüllt ist. Außerdem reicht bei normal verschmutzter Wäsche meist 30 Grad vollkommen aus. Der Grund: Der größte Teil der Energie wird für das Erhitzen des Wassers benötigt. Wer statt 60 Grad nur mit 30 Grad wäscht, kann den Stromverbrauch deutlich senken.
Im Homeoffice laufen Computer oft viele Stunden am Tag. Hier macht die Wahl des Geräts einen großen Unterschied: Ein Laptop verbraucht im Schnitt deutlich weniger Strom als ein klassischer Desktop-PC.
Wer also die Möglichkeit hat, sollte im Alltag eher zum Notebook greifen. Auch wichtig: Nach der Arbeit den Laptop nicht nur in den Ruhemodus versetzen, sondern vollständig herunterfahren. Das spart Energie und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer des Geräts.
Ein Gerät läuft in vielen Haushalten rund um die Uhr – der WLAN-Router. Dabei wird er nachts meist gar nicht benötigt: Wer seinem Router eine kleine Pause gönnt, kann ebenfalls Strom sparen.
Viele Geräte bieten eine praktische Zeitsteuerung, die das WLAN automatisch nachts deaktiviert. Alternativ kann man den Router vor dem Schlafengehen einfach ausschalten. Ein Punkt sollte allerdings bedacht werden: Wenn der Router ausgeschaltet ist, funktioniert in der Regel auch das Festnetztelefon nicht.
Strom sparen muss also weder kompliziert noch aufwendig sein. Schon kleine Anpassungen im Alltag – vom bewussten Befüllen des Wasserkochers bis zum Abschalten von Standby-Geräten – können über das Jahr hinweg eine Ersparnis bringen.