Für viele Fans wird der Traum von WM- und Olympia-Reise in die USA zum Albtraum: Bei der Fußball-WM im Sommer und den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles dürfen Zuschauer aus 39 Ländern wegen Sicherheitsbedenken nicht einreisen. Ausnahmen gibt es zwar – aber die helfen vor allem den Teams.
Wie aus einem Schreiben des US-Außenministeriums hervorgeht, das an US-Botschaften und -Konsulate verschickt wurde, gelten die Sonderregeln nur für Athleten, Trainer und Betreuer. Für Fans ist die Tür damit zu – ebenso für Medienvertreter und Sponsoren aus den betroffenen Ländern, sofern sie nicht eine andere Ausnahme erhalten.
In dem Schreiben heißt es: "Nur ein kleiner Teil der Reisenden zur Weltmeisterschaft, den Olympischen und Paralympischen Spielen sowie anderen großen Sportveranstaltungen wird von dieser Ausnahme profitieren:"
Die US-Regierung stuft neben WM, Olympia und Paralympics auch weitere Bewerbe als Großveranstaltungen ein – darunter etwa Formel-1-Rennen, Spiele der Profiligen NBA, NFL, NHL sowie Golfturniere. Für die Sportler-Delegationen sind damit Einreisen möglich, für Zuschauer aus den betroffenen Staaten bleibt das Einreiseverbot jedoch grundsätzlich aufrecht.
Betroffen sind insgesamt 39 Länder – der vollständige Bann trifft unter anderem Fans von WM-Teilnehmern wie Iran und Haiti. Daneben gibt es auch teilweise Einreiseverbote, etwa für Staatsangehörige von Ländern wie Senegal und der Elfenbeinküste (WM-Vorrunden-Gegner des DFB-Teams).
Als "Großveranstaltungen" gelten zudem auch zugehörige Qualifikationsbewerbe sowie etwa die Panamerikanischen Spiele und generell Sportevents, die von einem US-amerikanischen nationalen Sportverband ausgerichtet, genehmigt oder anerkannt werden.
Vollständiges Einreiseverbot: Afghanistan, Burkina Faso, Tschad, die Republik Kongo, Äquatorialguinea, Eritrea, Haiti, Iran, Laos, Libyen, Mali, Myanmar, Niger, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Südsudan, Syrien, Jemen und Personen mit von der Palästinensischen Autonomiebehörde ausgestellten Pässen.
Teilweises Einreiseverbot: Angola, Antigua und Barbuda, Benin, Burundi, Kuba, Dominica, Gabun, Gambia, der Elfenbeinküste, Malawi, Mauretanien, Senegal, Tansania, Tonga, Togo, Venezuela, Sambia und Simbabwe.
Zuletzt hatten die USA außerdem für 75 Länder die Bearbeitung bestimmter Visaverfahren für dauerhafte Aufenthalte ausgesetzt. Welche Länder davon konkret umfasst sind, machte das Außenministerium demnach nicht öffentlich.