Schule bekommt strenge Einlass-Regeln. Eingelassen werden in einem Schulzentrum im Tiroler Oberland nur mehr Personen, die per Chip die Türe entriegeln. Über diese Neuerung im aktuellen Schuljahr berichtet die Tiroler Tageszeitung (TT).
Das neue Zutrittssystem soll für mehr Sicherheit für Schüler und Lehrer sorgen. Insgesamt wurden rund 1.000 Schüler und 100 Lehrer mit einem registrierten Chip ausgestattet.
Hinter der Entscheidung stehen Erfahrungen der vergangenen Jahre. Immer wieder hielten sich Personen im Gebäude auf, die mit der Schule nichts zu tun hatten.
"In den letzten paar Jahren haben wir im Rahmen eines Gewaltschutzkonzeptes, das wir ausgearbeitet haben, viel darüber diskutiert. Aufgrund unserer Lage haben wir immer wieder Leute im Haus, die schulfremd sind", erklärt der Direktor gegenüber der TT.
Manche Besucher kamen laut Schulleiter etwa ins Gebäude, um die Toiletten zu benützen oder sich beim Automaten einen Kaffee zu holen. Gleichzeitig sei der Wunsch nach mehr Sicherheit auch aus dem Lehrerkollegium gekommen.
Eine Möglichkeit wäre gewesen, den Haupteingang während des Unterrichts einfach zu versperren. Aufgrund der unterschiedlichen Schülergruppen sei das aber nicht praktikabel gewesen. "Sonst würden wir mit dem Zu- und Aufsperren ja nicht mehr hinterherkommen", so der Direktor.
Deshalb gibt es nun die Chip-Lösung: Schüler und Lehrer können damit zwischen 7.15 und 16.30 Uhr ins Gebäude. Für Außenstehende gilt hingegen: Sie müssen sich vorher anmelden.
Auch bei einem verlorenen Chip kann die Schule reagieren. "Für die Schüler ist der Zugang genau geregelt. Wenn der Chip verloren geht, können wir ihn sofort sperren", erklärt in der TT der Schulleiter.
Laut Tiroler Bildungsdirektion gibt es bisher keine andere Bundesschule mit einem vergleichbaren Zutrittssystem. Gleichzeitig ist das Thema Sicherheit stärker in den Fokus gerückt.