Kopf voran mit 145 km/h

Eiskanal-Heldin: "Ich bin jetzt weniger verkopft"

Skeleton-Ass Janine Flock erlitt bei Olympia bis jetzt drei Tiefschläge. In Cortina geht sie mit einer neuen Taktik auf Goldjagd.
Martin Huber
13.02.2026, 15:59
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Mit 145 km/h und Kopf voran startet Janine Flock die Olympia-Goldjagd.

Die Grande Dame im Skeleton (drei Gesamtweltcup-Siege, 15 Medaillen bei WM und EM) glänzte im Eiskanal in Cortina beim Training mit Top-Zeiten. Der Haken: Olympia bereitete ihr bis jetzt nur Schmerzen.

Drei Olympia-Tiefschläge

2014 erhielt das ÖOC einen Brief, in dem mit der Entführung von ihr und Bernadette Schild gedroht wurde. 2018 rutschte sie im Finallauf auf Gold-Kurs von Rang eins auf vier ab. Und 2022 verzettelte sie sich – nur Platz zehn.

"Ich bin jetzt weniger verkopft", sagt die 36-Jährige zu "Heute". Mit der neuen Lockerheit will sie nach einer Bandscheiben-OP und Motivationslöchern ihre Karriere krönen.

Neuer Weg

"Ich habe es gelernt, Dinge zu akzeptieren. Ich kann nicht mehr Sprinten und in der Kraftkammer alles zertrümmern, weil es mein Körper nicht zulässt. Es hat einen neuen Weg gebraucht. Den habe ich mit weniger Perfektionismus gefunden."

Mit 42 Podestplätzen ist Flock die beste Athletin der Geschichte. "Darüber freue ich mich später", grinst sie. "Jetzt zählt Olympia."

Ihre Liebe zum Skeleton entfachte übrigens ein Lehrer. "Einen Tag schulfrei zu haben, das zählte am Beginn für mich", erinnert sich die Tirolerin. "Er schickte uns auf die Bahn in Igls. Kinder und Eltern haben nicht gewusst, auf was wir uns einlassen. Bremsen geht ja nicht."

{title && {title} } mh, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 17:38, 13.02.2026, 15:59
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