Elch Emil sorgt wieder für Schlagzeilen – und jetzt meldet sich auch Oberösterreichs Politik zu Wort. Nachdem der tierische Liebling nach dem Winter erneut in der Nähe Österreichs gesichtet wurde, stellt sich für viele die Frage: Was passiert, wenn er wieder zurückkommt?
Klar ist: Das Land beobachtet die Lage ganz genau. Immerhin hatte Emil im vergangenen Sommer für Aufsehen gesorgt – von neugierigen Blicken bis hin zu Verkehrsproblemen war alles dabei.
"Es ist schön zu hören, dass sich Elch Emil in seinem natürlichen Lebensraum wohlfühlt", sagt Landesrätin Michaela Langer-Weninger auf "Heute"-Anfrage. Vor allem im Bereich des Nationalparks Šumava (Tschechien), nur etwa 35 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, finde er ideale Bedingungen vor.
Die Experten des Landes stehen laut ihr in engem Austausch mit den zuständigen Stellen vor Ort. Aktuell gebe es allerdings keine Hinweise darauf, dass sich Emil Richtung Oberösterreich bewegt.
Trotzdem ist man vorbereitet. Sollte sich die Situation ändern, wolle man rasch reagieren und alles genau im Blick behalten. Ziel sei es, sowohl die Bevölkerung als auch das Tier zu schützen. Eine konkrete Maßnahme wie im Vorjahr – als Emil betäubt wurde – wird aktuell aber nicht in Aussicht gestellt.
Gleichzeitig richtet die Landesrätin einen eindringlichen Appell an alle Fans des Elchs. Die große Aufmerksamkeit könne für das Tier problematisch werden. "So faszinierend Emil auch ist – Elche sind und bleiben Wildtiere. Bitte respektiert daher unbedingt seinen natürlichen Lebensraum und haltet ausreichend Abstand", so Langer-Weninger.
Gerade der Andrang von Schaulustigen könne Emil massiv stressen. Im schlimmsten Fall schade das dem Tier mehr, als es nütze. "Am besten unterstützt ihr ihn, indem ihr ihm einfach die Ruhe lasst, die er in der Natur braucht", betont die Landesrätin. Ob Emil wirklich wieder nach Österreich kommt, ist offen – vorbereitet ist man jedenfalls schon jetzt.