Schwere Panne in einer Kinderwunschklinik in Florida: Dort wurde einer Frau versehentlich der künstlich befruchtete Embryo eines anderen Paares eingepflanzt. Die Überraschung nach der Geburt war groß.
Doch der anfängliche Ärger über die folgenschwere Schlamperei in der Klinik wurde bald von großer Liebe für die Kleine überlagert.
Doch alles der Reihe nach. Tiffany Score und Steven Mills aus Florida hatten bereits seit Jahren einen Kinderwunsch. Schon vor sechs Jahren ließ sich Score Eizellen entnehmen, die im Rahmen einer künstlichen Befruchtung mit dem Sperma ihres Partners befruchtet und eingefroren wurden.
Ein erster Embryotransfer im Februar 2025 scheiterte. Beim zweiten Versuch am 7. April 2025 kam es dann offenbar zur folgenschweren Verwechslung. Am 11. Dezember 2025 brachte Score schließlich ein gesundes Mädchen zur Welt.
Doch gleich nach der Geburt kamen Zweifel auf – das Baby hatte äußerlich überhaupt keine Ähnlichkeiten zu den Eltern. Ein DNA-Test bestätigte kurz darauf, dass das Paar nicht die biologischen Eltern der Tochter sind, die sie mittlerweile Shea nannten.
Im Jänner reichten Score und Mills Klage gegen die Kinderwunschklinik und den behandelnden Arzt wegen Fahrlässigkeit ein. Darin fordern sie die volle Aufklärung über die Verwechslung und den Verbleib ihrer eigenen Embryonen.
Nun hat die Klinik das Paar gefunden – doch Tiffany und Steven wollen Shea nicht mehr hergeben. Wer die biologischen Eltern sind, wurde ihnen aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt.
Aus dem ursprünglichen Wunsch, das Kind mit seinen biologischen Eltern zusammenzuführen, ist bedingungslose Liebe zu dem von Tiffany neun Monate lang ausgetragenen Kind geworden. Sie wollen sie als ihr eigenes Kind großziehen.
„Wir lieben unsere kleine Tochter, und wenn möglich, hoffen wir, sie weiterhin selbst erziehen zu können, in der Gewissheit, dass sie uns nicht weggenommen wird.“Tiffany Scoreauf Facebook
"Was wir gerade empfinden, ist keine Wut, sondern Dankbarkeit und Freude über unsere gesunde, wunderschöne Tochter", schreibt Tiffany auf Facebook. "Nur eines ist heute so sicher wie am Tag der Geburt unserer Tochter: Wir werden dieses Kind für immer lieben und seine Eltern sein."
Fotos, die auf Scores Facebook-Seite geteilt wurden, zeigen eine glückliche dreiköpfige Familie. Das Paar und Shea lächeln und genießen die Umarmungen des jeweils anderen.
Sie hoffen, das Sorgerecht für Shea behalten zu dürfen. Nur eine Frage bleibt für sie noch ungeklärt: Wo ihr eigener Embryo gelandet ist, bleibt weiterhin unklar.