Fussball

Enden Rapids Titelträume schon heute in Salzburg?

Seitdem in Salzburg die Red-Bull-Millionen fließen, gab es für Rapid im Cup gegen die Bullen nichts zu holen. Die nächste Chance gibt's heute.
Phillip Platzer
16.12.2020, 08:28

Enden heute schon die Titelträume der Grün-Weißen? In der Liga musste man Sturm den dritten Platz überlassen, man steht nur noch auf Platz vier. Die Schale wird wohl im Duell Salzburg gegen LASK ausgefochten. Bleibt noch der Cup, doch auch da wartet für die Hütteldorfer mit Salzburg eine große Hürde - seitdem Salzburg Red Bull heißt, hat Rapid noch nie im Cup gewonnen.

Vor dem Achtelfinale in der Mozartstadt (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) könnten die Formkurven nicht unterschiedlicher sein. Bei Rapid läuft's seit der Verletzung von Kapitän Dejan Ljubicic nicht mehr, es fehlt ein Chef im Mittelfeld. Auch das Teamgefüge bröckelt. Auf dem Platz wird gemotzt, neben dem Platz gibt's Schuldzuweisungen - das kritisiert auch "Heute"-Experte Peter Pacult in seiner aktuellen Kolumne.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Trainer Didi Kühbauer steht in der Kritik, wehrt sich mit einem Rundumschlag - großes Drama in Grün-Weiß! Die beiden unnötigen Liga-Pleiten bei Ried (3:4) und gegen Wattens (0:3) sowie das Aus in der Europa League sitzen tief.

Salzburg hingegen geht mit einer breiten Brust ins Achtelfinale. Zwar hat man den Aufstieg in der Champions League verpasst, beim 0:2 gegen Atletico dominierte man den spanischen Tabellenführer aber über weite Strecken. Außerdem hat man mit dem 3:1 gegen den LASK die Tabellenspitze zurückerobert.

Die Vorzeichen könnten nicht unterschiedlicher sein, doch vielleicht spekulieren die Rapidler genau darauf. Die letzten Cup-Schlachten gegen Salzburg gingen aber allesamt dramatisch verloren. 2017 und 2019 verlor man jeweils das Finale in Klagenfurt gegen die Bullen, auch eine Saison später kam das Aus schon in der zweiten Runde nach einem 1:2 von Takumi Minamino in der 120. Minute.

Die Hütteldorfer haben das letzte Mal 2015 in Salzburg gewonnen, der einzige Rapidler, der von damals noch dabei ist, ist Mario Sonnleitner. Der Routinier könnte auch heute wieder von Beginn an spielen.